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Wülfrath
Bildliche Kontraste im Café Schwan ausgestellt

Wülfrath: Bildliche Kontraste im Café Schwan ausgestellt
Peter Schmidt stellt einen Teil seiner Werke in Wülfrath aus. FOTO: DJ
Wülfrath. Das Café Schwan in der Schwanenstraße ist weniger ein Café im eigentlichen Sinne, als vielmehr Kulturhaus mit Bewirtung. Im halbjährlichen Wechsel finden Kunstausstellungen statt, die den Rahmen für Lesungen, Musik oder gepflegtes Beisammensein bilden.

Nun fand die Vernissage für die Ausstellung des 1. Halbjahres statt. Künstler Peter "Pesch" Schmidt aus Schwelm hat mehr als 30 Bilder aus seinem reichen Repertoire mitgebracht und präsentierte sie den Gästen, Bekannten und Kunstinteressierten.

Peter Schmidt hat bei Leif Skoglöf, einem international renommierten schwedischen Maler in Wuppertal gelernt. Dass er in allen Materialien und Genres zuhause ist, ist keine mangelnde Identität, im Gegenteil. Nach einem Berufsleben als Kaufmann in der Möbelbranche sowie nach überstandener schwerer Krankheit möchte sich Schmidt nicht mehr festnageln lassen. "Ich möchte frei bleiben, nicht fremdbestimmt", sagt er. Daher sind seine Bilder mal abstrakt und mal gegenständlich, zeigen sowohl Frauenakte als auch Landschaftsansichten. Und er reist viel.

"Viele meiner Bilder zeigen Szenen aus Frankreich. Ich habe immer ein Skizzenbuch dabei und setze zuhause um, was ich unterwegs gesehen habe", so Schmidt. In Frankreich hat er zum Beispiel auch Treibholz am Strand gefunden und mitgenommen. Später wurde daraus ein zerbrochenes Kreuz auf flammendem Hintergrund. "Das ist aber nicht politisch gemeint", betont Schmidt. Er drücke mit seinen Bildern nur sich selbst und seine Stimmungen aus. Bei "Dämmerschoppen" etwa, könne man an den warmen Farben sehen, dass er "gut drauf" gewesen sei. Bei "Pont du Gare" wurde Strukturpaste verwendet, um die faltige Rinde eines alten Ölbaums im Vordergrund herauszuarbeiten. "Ich bin ein zufriedener Mensch und glücklich mit meinen drei Enkeln" sagt Schmidt. Deren einer, Dorian (gerade 6) war der "Stargast" der Vernissage. Er sei zwar ein bisschen traurig, dass einige von Opas Bildern nun verkauft werden könnten, andererseits könne er ja auch selber gut malen.

(tpp)
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