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Wülfrath
Breitband-Baustellen sorgen für Ärger

Wülfrath. Anwohner klagen über Schmutz, gefährliche Baustellen und Sicherheitsmängel. Von Uwe Reimann

NetCologne gräbt sich derzeit kräftig durch den Wülfrather Untergrund. Das Ziel: Das Unternehmen will bis zum Sommer nächsten Jahres etwa 7650 Privathaushalte und mehr als 250 Firmen mit schnellem Internet versorgen - mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbtit/s. Dazu werden Leitungen verlegt und Anschlusskästen installiert. Alle freuen sich drauf. Doch es gibt derzeit viel Ärger von Anwohnern der betroffenen Straßen. Die Qualität der Tiefbauarbeiten sei mangelhaft, auch im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Stadtplanung kam der Ärger zur Sprache.

André Herbes (WG) fragte nach, ob die Baustellen von der Stadt eigentlich kontrolliert würden. "Das sieht an einigen Stellen verheerend aus", sagte er. Die Schillerstraße, an der er wohne, sei ein schlimmes Beispiel. Ute Schubert (CDU) kritisierte die Zustände an der Kastanienallee. Dort sei die Verkehrssicherheit nicht immer gegeben, zudem fehlten manchmal Absperrungen und Beleuchtungen.

Die Unternehmen, die im Auftrag von NetCologne arbeiten, würden nach Abschluss der Arbeiten in den Teilstücken kontrolliert, sagte der Technische Dezernent, Michael Barnat. Doch dies könne nur nur nach und nach geschehen. Die ein oder andere Firma musste bereits nacharbeiten.

Ausschussvorsitzender Axel Welp (SPD) fragte nach, ob die Firmen nach dem Straßenaufriss auch wieder farblich identische Materialien verbauten. Der technische Dezernent Michael Barnat enttäuschte die Mitglieder: "Das geht an besonders exponierten Stellen wie beispielsweise Fußgängerzonen. Ansonsten müsse man damit leben, dass es danach Farbunterschiede aufgrund der Nutzung gibt.

Wirtschaftsförderer Karsten Niemann erklärte zudem, dass alle derzeitigen und möglicherweise geplanten Gewerbeareale mit schnellem Internet versorgt würden. Leider gebe es von acht Förderprogrammen bundesweit wohl nur eines, bei dem die Stadt finanzielle Fördermittel erhalten könne. Das werde in den nächsten Wochen geprüft.

Quelle: RP
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