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Wülfrath
Coverbands rocken den Hammerstein

Wülfrath: Coverbands rocken den Hammerstein
Die Band "Recover 13" sorgte für gute Stimmung im WüRGer Club. Den vielen Gästen gefiel es. FOTO: Dietrich Janicki
Wülfrath. "Wir hatten erst überlegt, die Veranstaltung 'R hoch 3 Club' zu nennen", erzählte Bovie. Er ist Vorstandsmitglied der Wülfrather Rockmusiker Gemeinschaft (Würg) und außerdem Mitspieler bei Rift-X. Weil Samstagabend im Würg-Haus am Hammerstein außerdem Rimshot und Recover 13 auf dem Programmzettel standen, also drei Formationen, deren Namen mit dem gleichen Buchstaben beginnen, hätte "R hoch 3" Sinn gemacht.

"Völlig egal, wie so ein Abend heißt. Hauptsache, es rockt", fand Petra (46). Zusammen mit gefühlt 300 anderen Liebhabern handgemachter Musik stand sie dicht gequetscht vor der Bühne. "Lecker warm hier", beschrieb sie die heiße Stimmung. Und Achims Bitte, die Tür einen Spalt weit aufzumachen, um Frischluft hineinzulassen, wurde im Getöse überhört. Denn Sängerin Sabrina Hettwer, Gitarristin Lisa Riff, die beiden Keyboarderinnen Rebecca Zoschke und Annika Rosche zusammen mit Janis Külchen am Schlagzeug als Recover 13 am Start, übertönten mit ihren Interpretationen von "Tonight we are young" und später Adels berühmtem "Rolling in the deep" jedes gesprochene Wort. "Hände hoch und mitfeiern!", hätte die Sängerin gar nicht zu fordern brauchen. Das machten die Zuhörer ohnehin.

"Ein Auftritt hier ist ein Heimspiel", freute sich auch Dominik Sawer, Gitarrist bei Rimshot. Ursprünglich aus dem Projekt "Turn of Tide" entstanden, sind sie seit sechs Monaten mit Neuzugang und Sänger Frank Stege-Schilly komplett. "Wer auf gitarrenlastige Rocksounds steht, ist bei uns genau richtig!", kündigten die fünf vollmundig an. Im Repertoire waren mit "Hush", "Bad case of loving you" und dem schier unverwüstlichen "Sultans of Swing" übrigens drei erklärte Lieblingslieder des Frontmanns.

"Wir spielen alles, bloß Schlager würden wir nie machen", umschrieb Spätzünder Bovie, der erst im zarten Alter von 47 Jahren begann zu musizieren, was seine Rift-X - das sind Sängerin Vanessa Reßler, die Gitarristen Wolfgang Korsch und Michael Müller, Schlagzeuger Christoph Kraemer und er selbst am Bass - so machen. Und dabei ist der Name Programm, denn der bedeutet so etwas wie "gespalten" und "zerrissen", "was unserem weit gefächerten musikalischem Interesse entspricht"

Dem Publikum gefiel es, ungehemmt wurde mitgesungen und gefeiert.

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