| 00.00 Uhr

Wülfrath
Deutsch-britisches Duell im Wasser

Wülfrath: Deutsch-britisches Duell im Wasser
Vor dem Wettkampf werden auch die Nationalhymnen gespielt. FOTO: Janicki, Dietrich (jd-)
Wülfrath. Höhepunkt der 41. Partnerschaftsbegegnung Wülfrath-Ware war der Schwimmwettbewerb. Spaß stand im Vordergrund. Von Valeska von Dolega

"Natürlich will jeder, der gleich ins Becken springt, gewinnen", erklärte Henning Puck vom TB Wülfrath. "Geschenkt wird sich hier nichts." Schließlich ging es bei der 41. Partnerschaftsbegegnung zwischen den Schwimmern aus Wülfrath und den Sportkameraden der Partnerstadt Ware darum, die Bilanz weiter positiv zu gestalten. "Über all die Jahre steht es 21:19 für uns", verkündete Henning Puck stolz.

Seit 1971 trifft man sich rund um Ostern, mal in Deutschland, mal in Großbritannien. "Richtige Freundschaften sind entstanden", war von allen Beteiligten zu hören, schließlich findet das Hauptgeschehen immer jenseits des Beckenrandes statt.

"Das sind doch jetzt bloß 2,5 Stunden in der Halle", sagte Saskia. Und George aus der Partnerstadt Ware bestätigte, "we are here to have fun", also Spaß haben zu wollen und sich zu amüsieren. Zwar wurde stramm gestanden und die Hand aufs Herz gelegt, als die Hymnen beider Nationen zum Auftakt gespielt wurden. Die insgesamt 42 Wettkämpfe, bei denen alle Lagen von Brust bis Freistil geschwommen und es Einzel- sowie Staffelwettbewerbe gab, wurden zwar ambitioniert, aber eben immer mit einem Grinsen im Mundwinkel absolviert. "Es zählt die Leistung aller", drei Pokale standen letztlich zur Debatte. Wobei das kelchartige Exemplar in nicht blank poliertem Silber mit dem vollmundigen Namen "Begnadete Körper" wieder der Interessanteste war. Ihn gab es für die Runzelstaffel im gleichnamigen "Wrinkle Race", bei der die Betreuer ins Nass geschickt wurden. "Egal, was die schwimmen, Hauptsache, sie kommen an", lautete hierfür das offizielle Reglement.

Während also diverse Ziel-, Wende- und Zeitrichter hochoffiziell bei Wendy, Julia, George, Bernie und den anderen Teilnehmern guckten, das sämtliche Traumergebnisse ohne Tricks und Schummelei erschwommen wurden, tobten auf der improvisierten Tribüne die Fans. Ausgestattet mit Vuvuzelas, Trommeln und anderen Krachmachern sorgten die zwar zahlenmäßig wenigen, dafür aber überaus begeisterungsfähigen Zuschauer für eine Geräuschkulisse als ginge es mindestens um eine Weltmeisterschaft.

Und während Finja, Elina, Daniel und Matthias mit den britischen Kollegen noch durchs Wasser preschten, machten sich Jens, James, David und Jana schon festfein. Schließlich ging es abends zum großen Fest im Paul-Ludowigs-Haus, "der beste Teil des Tages", wie augenzwinkernd bemerkt wurde.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Wülfrath: Deutsch-britisches Duell im Wasser


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.