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Wülfrath
Die Stadtwerke Wülfrath warnen vor Drückerkolonnen

Wülfrath. Bei Haustürgeschäften sollte man sich unbedingt den Ausweis zeigen lassen und prüfen. Auf keinen Fall persönlichen Daten herausgeben.

Bei den Stadtwerken Wülfrath mehren sich derzeit wieder Hinweise von Kunden, dass wohl Drücker im Stadtgebiet unterwegs sind. Viele Kunden berichten von Personen, die an ihrer Haustüre klingeln und behaupten, ihr Strom- oder Gasvertrag würde auslaufen und sie müssten schnell einen neuen unterschreiben. Dafür wollen sie die letzte Strom- und Gasrechnung sehen - und setzen die verunsicherten Bürger vielfach mit einem Wortschwall und vielen Fachausdrücken unter Druck.

Es werden deutlich günstigere Tarife versprochen, wenn der Betroffene sofort einen neuen Vertrag unterschreibt. "Das Vorgehen ist nicht redlich", sagt Ulrich Siepe, Vertriebsleiter der Stadtwerke Wülfrath, und fügt an: "Es ist ein Trick, um möglichst schnell persönliche Daten der Betroffenen wie die Bankverbindung abgreifen und sie zu einer Unterschrift zu bewegen."

Was die Betroffenen unter dem Druck an der Haustüre dann wirklich unterschreiben, ist der Wechsel des Energielieferanten und in einen Tarif mit teils doch nicht so günstigen Konditionen. "Leider sind solche unschönen Methoden manchmal erfolgreich und oft sind die Leute dann überrascht, weil sie eigentlich von den Stadtwerken gar nicht wegwollten", berichtet Ulrich Siepe. "Sollten Bürger einen solchen Vertrag an der Haustür abgeschlossen haben, steht den Kunden ein gesetzliches Widerrufsrecht zu, um den abgeschlossenen Vertrag rückgängig zu machen. Bei Fragen stehen die Stadtwerke gerne zur Verfügung", verspricht der Vertriebsleiter.

Die Mitarbeiter der Stadtwerke sind unter der Telefonnummer 02058 903-0 und persönlich im Kundencenter in der Wilhelmstraße 146 erreichbar.

Wie ist der Schwindel an der Haustür erkennbar?

1. Immer Dienstausweis zeigen lassen und diesen genau prüfen. Mitarbeiter der Stadtwerke Wülfrath tragen einen bei sich (mit Bild) und weisen sich gerne aus. Bei Verdacht: Telefonisch bei den Stadtwerken vergewissern, ob der Mitarbeiter "echt" ist und was er für einen Auftrag hat. 2. Grundsätzlich misstrauisch sein bei Haustürgeschäften: Die Stadtwerke schließen keine Verträge an der Haustüre ab, auch keine Vertragsverlängerung.

3. Keine personenbezogenen Daten oder Bankdaten Dritten zeigen oder bekannt geben. Die Werber fotografieren die Daten oft mit dem Smartphone - und versuchen so, oft auch an Geld zu kommen. Die Stadtwerke fragen niemals nach persönlichen Daten an der Haustüre. Sie haben alle Kundendaten im System erfasst.

4. Niemals jemand ins Haus oder die Wohnung lassen, bevor Identität und Auftrag nicht klar ist. Betrüger spionieren die Örtlichkeiten aus oder versuchen Wertgegenstände zu stehlen.

5. Vermeintlich günstigere Tarife und Preisnachlässe genau prüfen. Oft wird verschleiert, was die Produkte ab dem zweiten Jahr kosten.

6. Bei Interesse an einem Wechsel: Vertragsunterlagen schriftlich verlangen und diese in Ruhe prüfen, wenn die Werber weg sind.

Kleingedrucktes lesen und erst unterschreiben, wenn das Angebot seriös ist. Die Tarife der Stadtwerke Wülfrath sind verständlich und transparent.

Quelle: RP
 
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