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Wülfrath
Ehrung für zwei DRK-Mitarbeiter

Wülfrath: Ehrung für zwei DRK-Mitarbeiter
Kreisverbandsvorsitzender Norbert Danscheidt (l.) und Ortsvereinsvorsitzender Wolfgang Peetz (r.) verliehen Christian Bendokat (2.v.l.) und Sebastian Dahms die Landesverdienstmedaille des DRK für ihre Flüchtlingsarbeit. FOTO: D. Janicki
Wülfrath. Christian Bendokat und Sebastian Dahms wurden für ihre Verdienste in der Flüchtlingsarbeit mit der Landesverdienstmedaille aufgezeichnet. Von Oliver Bruhns

Für Christian Bendokat war es im Juli ein Sprung ins kalte Wasser, als es in Velbert-Neviges galt, die erste vom DRK-Kreisverband betreute Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge aufzubauen. Gemeinsam mit Sebastian Dahms erhielt er gestern aus der Hand von Norbert Danscheidt, Kreisvorsitzender des Deutschen Roten Kreuzes, die Landesverdienstmedaille des DRK. "Christian Bendokat lieferte in Neviges buchstäblich die Blaupause für die weiteren Einrichtungen", lobte Danscheidt das Engagement. Die Auszeichnung für ihn und Sebastian Dahms, der federführend die Einrichtung in Wülfrath aufbaute, sei auch als Würdigung der Arbeit aller DRK-Aktiven zu verstehen.

Und dass die Landesverdienstmedaille tatsächlich etwas ganz besonderes sei, unterstrich DRK-Ortsvereinsvorsitzender Wolfgang Peetz: "In meiner Zeit hier ist dies die erste Verleihung." Im Kreisgebiet werden sechs Erstaufnahmeeinrichtungen vom DRK-Kreisverband betrieben. Als eine weitere Einrichtung in Wülfrath entstehen sollte, waren die Kapazitäten erschöpft - so dass diese siebte DRK-Einrichtung in Verantwortung des Ortsverbands entstand - "unterstützt durch ein großes Engagement aus der Bevölkerung", wie Sebastian Dahms betonte.

Die Arbeit vor Ort geht weit über das bloße Versorgen mit Schlafplatz, Essen und Trinken hinaus. Vermeintlich Selbstverständliches müsse den Flüchtlingen, die aus gänzlich anderen Kulturkreisen stammen, gezeigt und erklärt werden - auch die sachgerechte Benutzung von Waschmaschinen und Trocknern sowie die Bedeutung einer roten Ampel. Ganz praktische Alltagshilfe also, die die DRK-Aktiven und ihre Unterstützer leisten. Und wo immer möglich, stehe auch das persönliche Gespräch - manchmal mit Händen und Füßen, manchmal durch die Hilfe anderer Flüchtlinge, die Englisch sprechen - ganz oben an.

"Daneben kümmern wir uns weiterhin um unsere anderen Aufgaben", betonte Dahms, "etwa den Sanitätsdienst auf Weihnachtsmärkten und bei anderen Veranstaltungen."

Quelle: RP
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