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Wülfrath
Ein Kleiderflohmarkt - speziell für Frauen

Wülfrath: Ein Kleiderflohmarkt - speziell für Frauen
Susanne Voigt (l.) schaut beim Damentrödelmarkt im Café Ellenbeek, ob Claudia Högner ein Top steht. FOTO: Achim Blazy
Wülfrath. Bei der Ladies Night im Café Ellenbeek gab es beispielsweise eine Strickweste nebst Pulli und Hose für zusammen 20 Euro. Von Valeska von Dolega

Beim herkömmlichen Einkauf geht es relativ zielgerichtet und ergebnisorientiert zu. Viele haken dabei einen Posten nach dem anderen von ihrer zuvor erstellten Liste ab. Im Gegensatz dazu ist ein Trödelmarkt so etwas wie eine Wundertüte. Schließlich ahnt keiner, was für ein Angebot ihn dort erwartet und welche Überraschungen plötzlich das Etikett "muss ich dringend haben" bekommen.

So wie bei Carmen und Lothar Hausmann. "Wir waren zum Kaffee trinken hier. Und dann habe ich spontan was ausgesucht", erzählte die 65-Jährige. Strickweste, Pulli, Hose, "alles wunderschön" und die ganze Tüte für nur 20 Euro. Der von Claudia Högner, 1. Vorsitzende des Stadtteilvereins Ellenbeek e.V., und fleißigen Mitstreitern organisierte erste Frauenflohmarkt am Freitagabend rund ums gleichnamige Quartiercafé war eine runde Sache.

Bei Sekt und Häppchen bummelten Interessierte die so unterschiedlich bestückten Stände ab, Besucher kamen mit Nachbarn ins Gespräch. Und zu günstigen Preisen wechselten Gegenstände den Besitzer. Die Bandbreite reichte vom pinkfarbenen Glitzerreh über schnittige Lederjacken bis nahezu fabrikneuem Sommertrittchen.

"Wir haben mal richtig schön den Keller ausgemistet", erklärte Michaela Sahr. Zusammen mit einer Freundin hatte sie einen der Dreimeterstandplätze zum Preis von fünf Euro angemietet. Ausgelesene Bücher, jede Menge Klamotten, ein Sammelsurium dekorativer Buttons sowie gemischtem Schnickschnack gab es hier zu suchen und zu entdecken. Nur bei Schnauzer "Blacky" zögerte sie dann doch, ob sie ihn wirklich verkaufen wollte. Hierbei handelte es sich nicht um einen Hund aus Fleisch und Blut, sondern eine coole Handtasche. "Allerdings passt nichts rein", sagte Michaela Sahr. Deshalb wollte sie das schmucke Ding eigentlich auch loswerden.

"Der Warenkreislauf soll erhalten bleiben", begründete eine andere Verkäuferin ihre Teilnahme. "Nur, weil ich für die Sachen keine Verwendung mehr habe, müssen sie nicht auf den Müll."

Ums Geldverdienen ging es dieser Ellenbeekerin nicht. Sommerhosen, Schals und selbst gestaltete Schatullen kosten sprichwörtlich den Apfel und das Ei. Und was in der Zeit von 18 bis 21 Uhr nicht verkauft war, sollte bei nächstbester Gelegenheit an Caritas oder SKFM abgegeben werden.

"Ich hatte eine Jacke gesucht", erklärte Silke Freitag. Den Flohmarkt verließ sie mit einer Hose, sommerlich kurz und zum Preis von fünf Euro. "Die passt wie angegossen und für das Geld kann man echt nicht meckern", freute sie sich über einen Schatz, von dem sie, bevor sie ihn sah, nicht wusste, dass sie ohne ihn nicht durch die Saison kommen würde.

Quelle: RP
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