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Wülfrath
Eisstockclub baut zwei neue Bahnen

Wülfrath: Eisstockclub baut zwei neue Bahnen
Strahlende Gesichter am Samstag bei den Eisstocksportlern: Die neuen Bahnen liegen. FOTO: Dietrich Janicki
Wülfrath. Die Wülfrather Sportler bekamen die Kunststoffplatten jetzt angeliefert. Der Verein investiert 22 600 Euro. Von Isabel Klaas

Fünf Jahre haben die 17 Mitglieder des Eisstockclubs in Wülfrath gespart: Am Samstag war es nun soweit, die alten Teerbahnen wurden durch neue Kunststoffbahnen ersetzt, auf der die Eisstock-Sportler nun im Sommer und im Winter ihre Stöcke über die spiegelglatte Fläche jagen können. Der neue Belag ist übrigens so glatt und unverwüstlich, dass man dort auch Schlittschuhlaufen kann, sagt der Vorsitzende Arno Brücken. Knapp 22 600 Euro hat die neue Anlage unter freiem Himmel in der Fliethe 50 gekostet.

Die 240 Quadratmeter Kunstbahn-Belag kommen aus China. "Dort war das Angebot am günstigsten", sagt Brücken. 15 Jahre soll der neue Belag halten.

Einen Teil der Investition hofft der Verein noch durch Bandenwerbung reinzubekommen. Am Wochenende haben die Sportler nun kräftig mit angepackt und die Platten selbst verlegt. "Ohne Eigenleistung hätten wir uns das nicht erlauben können", sagt Brücken. Am Sonntagabend war alles fertig. Der Eisstockclub Wülfrath hat Tradition. Seit Oktober 1978 gibt es ihn bereits. Seit 1989 richtet er jedes Jahr die Offenen Stadtmeisterschaften aus. Seit 1994 gibt es die zweite Stockbahn. Und seit 2000 spielt die damalige Jugendmannschaft und heutige Herrenmannschaft bei den Deutschen Meisterschaften in Bayern mit.

2002 stiegen die Wülfrather in die Oberliga NRW auf. Seit zehn Jahren spielen sie nun schon in der Bundesliga und um die Deutsche Meisterschaft mit. "Das soll so bleiben", sagt Brücken. Die U16-Jugend und Junioren gewannen 2013 den 3. Platz der Deutschen Meisterschaft in Regen. Die Herren erlangten ein Jahr später den 1. Platz bei den Deutschen Meisterschaften. Der Erfolg spornt an. Jeden Dienstag um 19 Uhr trainieren die Sportler in der Fliethe - seit dem Wochenende auf neuem Grund. Auf Minustemperaturen und Natureis sind sie nicht angewiesen. Interessenten sind zum Training willkommen.

Vermutlich wurde das Eisstockschießen im 13. Jahrhundert in Skandinavien entwickelt. Erste Bilder stammen allerdings aus Holland und dem Alpenraum des 16. Jahrhunderts.

1951 fand in Garmisch-Partenkirchen die ersten "Europameisterschaft" statt. Die ersten Eisstock-Weltmeisterschaften wurden 1983 in Frankfurt am Main gezeigt. Zur Demonstration wurde das Eisschießen bei den Olympischen Winterspielen 1936 in Garmisch-Partenkirchen und 1964 in Innsbruck vorgeführt. Der Wunsch, es zu einer Disziplin bei den Olympischen Spielen zu etablieren, wurden bisher nicht von Erfolg gekrönt.

Quelle: RP
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