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Wülfrath
Energieversorger stärkt die Kalkstadt

Wülfrath: Energieversorger stärkt die Kalkstadt
Das Wimmelbild, das Künstler Sven Hornscheidt (v.l.) mit Stadtwerke-Geschäftsführer Arne Dorando, Bürgermeisterin Claudia Panke und Claus Leifeld, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung, unlängst vorstellte, zeigt viele Facetten der Stadt und hat Symbolkraft für das Engagement des Energieversorgers. FOTO: dj
Wülfrath. Fast zwei Drittel der Umsatzerlöse fließen in Stadt und Region zurück. Das zeigt die Standortbilanz der Stadtwerke. Von Günter Tewes

Von jedem Euro, den Kunden an die Stadtwerke Wülfrath für Energie- und Wasserlieferungen zahlen, bleiben 63 Cent in der Kalkstadt und der Region. Das belegt die Analyse eines unabhängigen Beratungshauses. "Wir konzentrieren unsere Unternehmensstrategie auf die Entwicklung unserer Heimatregion. Denn darin liegt nicht nur die Zukunft der Bürger sowie der Kommune, sondern auch die unseres Unternehmens", erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Arne Dorando mit Blick auf die Standortbilanz, die der Energieversorger vorgelegt hat. "Jetzt haben wir erstmals ermitteln lassen, welche Relevanz wir für die Region in Euro und Cent wirklich haben."

Von den fast zwei Dritteln der Umsatzerlöse des Wülfrather Energieversorgers, die vor Ort bleiben, entfallen 14,5 Prozent auf Investitionen und Aufträge in der Region. Weitere 5,6 Prozent sind Steuern, Abgaben und Gewinnausschüttungen an die Kommune. Hinzu kommen Löhne, Gehälter und Altersbezüge in Höhe von 8,5 Prozent. 34,8 Prozent sind für Energiebezüge aus heimischen Gefilden. Die restlichen 37 Prozent sind für Ausgaben außerhalb der Region.

Aufträge bei Baumaßnahmen vergeben die Stadtwerke vornehmlich an Unternehmen aus der näheren Umgebung. "Wir arbeiten gut und gerne mit dem lokalen Handwerk und regionalen Fachfirmen zusammen", erklärt Dorando. Im vergangenen Jahr tätigte das Unternehmen etwa Investitionen in die Netzmodernisierung von über einer Millionen Euro.

2016 waren bei den Stadtwerken Wülfrath 27 Menschen beschäftigt. Durch ihr Handeln sichern sie indirekt oder mittelbar weitere 31 Arbeitsplätze in der Kalkstadt und Umgebung. "Jede Stelle bei den Stadtwerken ermöglicht weitere 1,2 Arbeitsplätze in Stadt und Region", betont Dorando. Allein zwölf werden gesichert durch die Auftragsvergabe an heimische Unternehmen, sechs in Verwaltungen durch gezahlte Steuern, Abgaben und Gewinnausschüttungen. Weitere 13 Stellen im Handwerk, Einzelhandel und in Freizeiteinrichtungen resultieren aus der Kaufkraft der Mitarbeiter, also den gezahlten Löhnen.

Klimaschutz beziehungsweise das Bremsen der Erderwärmung bezeichnet der Stadtwerke-Chef als Zukunftsaufgabe: "Hierzu kann und sollte jeder seinen Beitrag leisten." So kaufen die Stadtwerke und ihre Tochtergesellschaft Neander-Energie beispielsweise für Kunden ausschließlich Naturstrom aus Sonnen-, Wind- und Wasserkraft ein. Ihr Fuhrpark besteht zu 66 Prozent aus Erdgasfahrzeugen; diese ersparen der Umwelt gegenüber Benzinern eine Tonne Kohlendioxid pro Jahr. Zudem stoßen sie deutlich weniger Feinstaub und Stickstoffoxid aus. "Im Frühjahr bekommen wir noch zwei Elektroautos; unser Ziel ist es, den Fuhrpark schnellstmöglich komplett auf alternative Antriebe umzustellen."

Zur Lebensqualität und einer intakten friedfertigen Gesellschaft leisten Vereine und Institutionen einen großen Beitrag, insbesondere die aus den Sparten Sport, Kultur, Bildung und Soziales. Mit insgesamt 25.747 Euro haben die hiesigen Stadtwerke im Jahr 2016 Vereine und Einrichtungen gefördert. Davon flossen 11.092 Euro in die Kultur und Stadtfeste, 8995 Euro in Bildung und Soziales sowie 5660 Euro in den Sport. Die Angebote der Vereine und Institutionen seien nur möglich durch viele ehrenamtliche Helfer, erklärt Arne Dorando. "Dieses Engagement für die Gesellschaft ist vorbildlich und wichtig. Deshalb unterstützen wir es."

Quelle: RP
 
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