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Wülfrath
Englische Telefonzelle wird bald zur Bücherbar

Wülfrath: Englische Telefonzelle wird bald zur Bücherbar
Die Zelle wird bald zur Bar. Die Regale werden eingebaut. FOTO: dj
Wülfrath. In Zeiten, in denen Kommunikation eher immer schneller wird, ist die Idee, aus einer Telefonzelle so etwas wie eine Bücherstube zu machen, fast ein Anachronismus. Aber genau eine solche Umwidmung würde Andrea Pabst gerne vornehmen. Von Valeska von Dolega

"Wir haben das bei der vergangenen Vorstandssitzung beschlossen." "Wir" sind Vorsitzende und Mitglieder des Fördervereins der Stadtbücherei. Übrigens geht es dabei nicht um irgendeine Telefonkabine, sondern um Klein-England, die von den Briten gestiftete Telefonzelle am Ware-Platz.

Die Idee mit einer festen Station für das moderne Book-Crossing ist so neu nicht. In Nachbarstädten gibt es schon lange derartige öffentliche Bücherschränke, die nach einem einfachen Prinzip funktionieren: Jedermann kann Lieblingsbücher in die "Bücherstube" stellen - und alle können sich daraus bedienen. Den Grundstock für die umgewidmete Telefonzelle wollen die Fördermitglieder und Bücherei stiften. Gründe, mitzumachen, gibt es viele:Es muss nicht mehr jeder Titel selbst angeschafft werden, außerdem stößt man auf Lektüre, die man sonst vielleicht nicht zur Hand genommen hätte. Und die Kommunikation unter Lesern wird gefördert.

Dass Andrea Pabst die knallrote Zelle mit den 72-Fenster für das Projekt "Bücherbar" ausgewählt hat, hat noch einen weiteren Grund. Die Innenstadt, die an so vielen Ecken aufgehübscht worden ist, könnte am Ware-Platz noch Belebung gebrauchen. Von der Bücherbar erhoffen sich die Akteure eine Revitalisierung des gesamten Areals. Bevor aber der Sturm auf die Zelle beginnt, muss die noch schranktauglich umgebaut werden. Die Telefonzelle wird von Bernd Kicinski, im Brotberuf Schreinermeister, privat kulturaffin und Geschäftsführer des Stadkulturbunds, durchgeführt. Zu den Kosten wird nichts gesagt.

Zeitnah soll sie umgebaut werden. Eine offizielle Eröffnung soll es (auch) mit dem Freundeskreis Städtepartnerschaft geben. Die werden allerdings erst wieder zum Herzog-Wilhelm-Markt erwartet. Vorher könnte die Bücherzelle dann schon einfach so in Betrieb genommen werden.

Quelle: RP
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