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Wülfrath
Fördermittelsichern Zukunft des Zeittunnels

Wülfrath. Der LVR stellt zur Überarbeitung der Dauerausstellung bis zu 70.000 Euro bereit. Insgeheim hatte man auf mehr Fördermittel gehofft. Von Valeska von Dolega

Die erste Hürde zur Überarbeitung der Dauerausstellung im Zeittunnel ist genommen. Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) teilte jetzt dem Kreis Mettmann sowie der Stadt Wülfrath mit, Mittel für diese dringend benötigten Arbeiten im Haushaltsjahr 2016 zu bewilligen.

"Bis zu 70.000 Euro werden zur Verfügung gestellt", nennt Michaele Berster, Chefin aus dem Sozial- und Jugendamt und auch verantwortlich für das Ressort Kultur, eine konkrete Summe. Beantragt waren ursprünglich 96.000 Euro, insgeheim hatten die Verantwortlichen auf etwa 26.000 Euro mehr gehofft. Aber, so heißt es von offizieller Seite, der LVR habe ja nicht nur bei der Ausschüttung für das Projekt am Hammerstein weniger geben können. Der Gesamtetat sei letztlich geringer als angenommen.

"Es wäre schön gewesen, die volle Fördersumme zu bekommen", sagt Berster. Nun wird neu konzeptioniert, was wann und in welchen Etappen im außergewöhnlichen Museum aufgefrischt und zukunftsfähig gemacht wird. "Wir wollen den Tunnel attraktiv gestalten."

Dabei geht es in der "internen Abstimmung zunächst um so etwas wie einen Fahrplan", dann wird nach Abstimmung mit dem Kreis Mettmann sowie dem LVR ein Sachstandsbericht im Rat vorgelegt. Läuft alles nach Plan, wird dieses Papier im Juni im entsprechenden Ausschuss vorgelegt. Was auch immer dann beschlossen wird und in der erdzeitgeschichtlichen Röhre am Hammerstein eingebaut und neu gebaut werden soll - diese "Baumaßnahmen können nur in der Schließung erfolgen". Sprich: Vor Abschluss der am 20. März startenden Tunnelsaison 2016 im Herbst-Winter des Jahres passiert nichts. Ein Happy End ist aber trotzdem in Sicht. Lange war die Finanzierung des Zeittunnels eine Hängepartie. Denn weil die notorisch klamme Stadt allein nicht das Geld zur Aufhübschung des anlässlich der Euregio 2003 mit viel Tamtam eröffneten Tunnelmuseums aufbringen kann, mussten andere Finanzierungsmöglichkeiten gefunden werden. Viele Ideen verliefen im Sande, bei vielen Ausschreibungen ging der Zeittunnel leer aus. Ein gemeinsamer Ratsantrag der beiden Fraktionen von CDU und SPD soll nun die Zukunft bis 2023 sichern. Denn: Eine Schließung des Zeittunnels ist aufgrund der rückzuzahlenden Fördermittel fast unmöglich. "Es musste jetzt endlich Schluss sein mit dem Rumgeeiere", sagte CDU-Fraktionschef Andreas Seidler damals. Kulturausschussvorsitzende Bettina Molitor mochte dem zustimmen: "Wir hoffen jetzt, dass die nötigen Verbesserungen für die Zukunft auch von der Stadt angegangen werden."

"Die Ertüchtigung des Zeittunnels dient dem Ziel der Haushaltssicherung", erklärte Kämmerer Rainer Ritsche im Mai vergangenen Jahres. Indem man zunächst investiere, solle die Attraktivität erhöht werden, so dass über steigende Besucherzahlen und Eintrittsgelder mittelfristig der Zuschussbedarf sinkt. Mit den etwa 70.000 Euro soll im ersten Schritt die Dauerausstellung überarbeitet, also modernisiert werden. Und damit wieder Besucher anlocken. Zuletzt waren die Zahlen rückläufig. 2014 kamen mit 10.338 Besuchern etwa 20 Prozent weniger als 2013. "Die Schwankungen halten sich im Rahmen", sagte Andrea Gellert, Leiterin des Zeittunnels. Im Jubiläumsjahr 2013 sei es naturgemäß etwas mehr gewesen.

Zu den Glanzlichtern dieser Saison zählen neben dem überaus beliebten Freiluftkino "Tunnelflimmern" wieder Ausstellungen und Mitmach-Programme für Kinder.

Quelle: RP
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