| 00.00 Uhr

Wülfrath
Freifunker suchen Mitstreiter

Wülfrath. In Wülfrath können geflüchtete Menschen kostenlos ins Internet.

Es war nicht das erste Freifunk-Treffen im Kreis Mettmann, aber das erste des neu gegründeten "Förderverein Freifunk im Neanderland". Freifunk ist ein Projekt des Förderverein Freie Netzwerke und ermöglicht ein flächendeckendes freies WLAN in Straßen, Stadtteilen oder der gesamten Innenstadt.

Der Verein möchte die Aktivitäten der Freifunker im Kreis Mettmann zusammenzuführen und Bürgern Ansprechpartner vor Ort bieten. Gerhard Tennagels betreibt den ersten Freifunk-Router in Neviges und hatte den Freifunk-Förderverein eingeladen. Jörg Kahm, Vorstandsmitglied des neuen Vereins, stellte beim Treffen ein Projekt mit der Stadt Wülfrath vor.

Dort wurden in enger Zusammenarbeit mit der städtischen IT-Abteilung Freifunk-Router für Wülfrather Unterkünfte für geflüchtete Menschen zur Verfügung gestellt. Kahm hat rührende Szenen beschrieben, nachdem das Netz in Betrieb ging und die Bewohner Kontakt zu ihren Freunden und Verwandten aufnehmen konnten. Dazu wird ein Freifunk-Router an den eigenen Internet-Router angeschlossen, der einen Teil der eigenen Internetbandbreite in ein offenes WLAN freigibt. Das eigene Netz wird dabei vor Zugriffen von außen geschützt. Freifunk-Router, die sich in Reichweite zueinander befinden, vernetzen sich schließlich miteinander - so entsteht ein unterbrechungsfreies WLAN-Netz mit Internetzugang für alle unterwegs in der Stadt.

Sozial ist es auch, denn das Teilen bietet auch den Menschen Zugang zum Internet, die sich einen eigenen Anschluss vielleicht nicht leisten können: Einen freifunktauglichen Router gibt es bereits ab 20 Euro aufwärts, die Stromkosten betragen etwa 6 Euro pro Jahr.

In Zukunft möchte der Verein viel Öffentlichkeitsarbeit betreiben, um Freifunk für jeden verständlich zu erklären. Wer das Projekt unterstützen möchte oder aktiv mithelfen möchte, kann sich unter www.neanderfunk.de informieren.

(kön)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Wülfrath: Freifunker suchen Mitstreiter


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.