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Wülfrath
Gänsehaut und gute Laune beim Leo-Konzert

Wülfrath: Gänsehaut und gute Laune beim Leo-Konzert
Gut besucht: Die Karten waren schon Wochen vor dem Konzert ausverkauft. Der Erlös geht an die Sozialpsychiatrische Gesellschaft Niederberg. FOTO: dj
Wülfrath. Interpretationen bekannter Rock- und Popklassiker gab es beim Benefizkonzert der Lions-Club-Jugend zu hören. Vor vollem Haus. Von Rabea Gruber

Lautstark hat sich der Leo-Club Niederberg am Samstag für den guten Zweck engagiert. Beim siebten Benefizkonzert im Kommunikationscenter Schlupkothen gab es Interpretationen bekannter Rock- und Popklassiker auf die Ohren. Die "Lautstark"-Konzerte sind für ihr hohes musikalisches Niveau bekannt: Alle rund 130 Karten waren schon Wochen vor dem Konzert ausverkauft. Der Erlös geht in diesem Jahr an die Sozialpsychiatrische Gesellschaft Niederberg (SGN).

"Die Musikerinnen und Musiker des Abends könnte man als Leo und Freunde zusammenfassen", sagte Philipp Heuer, Präsident des Niederberger Leo-Cubs. Einige Leos machen seit Jahren gemeinsam für den guten Zweck Musik, unterstützt werden sie bei den Konzerten von Musikerfreunden. Vor allem mit ruhigen, gefühlvollen Stücken möchten sie ihr Publikum berühren.

So wurde der Abend mit der Ballade "Wire to Wire" von Razorlight eröffnet. Florentin Schmidt am Schlagzeug, Tom Hühne für die Keys und Thomas Lorek an der Gitarre bildeten den instrumentalen Kern. Dazu sangen Julie Roesch, Sebastian Dehn und Fabian Heis. Besonders Roeschs ebenso zarte wie kraftvolle Stimme füllte den Raum und sorgte für die erste Gänsehaut. Der Abend sollte noch viele weitere Gänsehautlieder mit sich bringen; zum Beispiel "Liebe meines Lebens" von Philipp Poisel.

Für leichtere Stimmung sorgten die Saxofonisten von "ReSaxit". Das Ensemble, bestehend aus Fabian Heis, Florentin Schmidt, Rebecca Ludwig und Joscha Ditthardt, brachte mit "Happy" von Pharrell Williams und "I feel good" von James Brown gute Laune. Ihr gemeinsames Bühnendebüt gaben die Saxofonisten vergangenes Jahr auf der "Lautstark"-Bühne. Was eigentlich nur für ein Konzert gedacht war, entwickelte sich schnell zu einem langfristigen Projekt. Die Neuinterpretation verschiedenster Genres für das Saxofon haben die jungen Musiker zum Programm gemacht.

Mit dem Duo Talgold waren wieder Freunde der Leos zu Gast, die schon in der Vergangenheit viel Applaus für ihren außergewöhnlichen Stil bekamen. Die Wuppertaler Charlotte Jeschke und Florian Franke kombinieren Cello, Piano, Glockenspiel und Gesang. Ihr Metier ist deutscher Pop "mit Einflüssen aus Jazz und Klassik", wie sie selbst sagen. Wenn man die Augen schließt, könnte man glatt meinen, eine ganze Band stünde auf der Bühne - so tief ist der Klang, den die beiden mit wenigen Mitteln erzeugen.

Zum Abschluss spielten die Leos und ihre Freunde dann das fantastische "Freedom" von Rob Starr And The Hollywood Singers, bekannt aus dem Tarantino-Film "Django Unchained".

Ein bisschen Freiheit, die wollen sie auch psychisch erkrankten Menschen mit dem Benefizkonzert ermöglichen. Im Sozialpsychiatrischen Zentrum in Velbert soll ein Proben- und Aufführungsraum für Musik und Schauspiel entstehen, mit einer richtigen Bühne. Sängerin Julie Roesch leitet hier zwei Theatergruppen. Sie sind Teil des therapeutischen Angebots der sogenannten "Tagesstätte", die durch sinnvolle Beschäftigung einen Weg aus der Isolation ermöglicht.

Quelle: RP
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