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Wülfrath
Gelungenes Dribbling von Asche auf Rasen

Wülfrath: Gelungenes Dribbling von Asche auf Rasen
FOTO: Janicki, Dietrich (jd-)
Wülfrath. Vor einem Jahr zogen die Fußballer des TSV Einigkeit Dornap vom Platz in Düssel in das Stadion am Erbacher Berg um. Für die sportliche Entwicklung ein Erfolg: Die Zahl der Jugendmannschaften stieg von zwei auf fünf. Von Klaus Müller

Seit fast genau einem Jahr hat der TSV Einigkeit Dornap-Düssel seinen Spiel- und Trainingsbetrieb vom idyllischen Dorf Düssel zum Erbacher Berg in Wülfrath verlegt. "Das war eine notwendige und richtige Entscheidung für den Verein", betont Karl-Heinz Schultz. Der Erste Vorsitzende macht deutlich, dass der Klub in Düssel auf Dauer keine Zukunft gehabt hätte. "Ich muss aber zugeben, dass dem Vorstand die Entscheidung nicht leicht gefallen ist. Das Gallier-Dorf war viele Jahre unsere sportliche Heimat und die Alteingesessenen Düsseler und Dornaper haben mit der Entscheidung schon ein Problem."

Der Vorstand musste aber in die Zukunft schauen, um den Verein auf Dauer erhalten zu können. "Gerade im Jugendbereich der Fußballabteilung war ein Schrumpfungsprozess nicht aufzuhalten. Zuletzt hatten wir nur noch zwei Jugendmannschaften." Der Umzug zum Rheinkalkstadion am Erbacher Berg mit dem Naturrasen und zwei Kunstrasenplätzen hat sich für die Fußball-Junioren des TSV positiv entwickelt. Für die neue Saison 2015/2016 konnten fünf Jugendmannschaften gebildet werden. "Unser Ziel ist es, mittelfristig alle Jahrgangsstufen bei der Jugend zu besetzen", so der Vorstands-Chef.

Für Diskussionsstoff hatte in der Kalkstadt zuletzt die Meldung eines Dornaper A-Junioren-Teams gesorgt. Gerade beim 1. FC Wülfrath hatte dies Kopfschütteln zur Folge, da ein Großteil dieser A-Jugendlichen bisher für den FCW spielte und der Landesligist jetzt keine eigene A-Jugend mehr hat. Karl-Heinz Schultz möchte nicht dementieren, dass zu der neu gebildeten A-Jugend auch Spieler vom Lokalrivalen gestoßen seien, ist aber der Auffassung, dass dieses Team auch aus Spielern anderer umliegender Vereine zusammengesetzt ist. Bei den FCW-Verantwortlichen scheint diese Vereinswechsel-Aktion nicht gut angekommen zu sein. "Das ist eine Geschichte, zu der wir demnächst gesondert Stellung nehmen werden", kündigt FCW-Vorsitzender Michael Massenberg an. Dass das Verhältnis zwischen den drei Nutzern der Anlage am Erbacher Berger, zu denen auch der neue Fußball-Klub Rot-Weiß Wülfrath gehört, nicht unbedingt das Beste ist, unterstreicht die ehrliche Aussage von Karl-Heinz Schultz: "Zwischen den drei Vereinen gibt es kein Miteinander, sondern eher ein Nebeneinander."

Der TSV-Vorsitzende sieht aber nicht nur für den Junioren-Bereich Vorteile. "Wir streben zumindest in wenigen Jahren die Rückkehr unserer ersten Mannschaft in die Bezirksliga an. Die Kreisliga-A sollte eine Zwischenstation bleiben."

Schultz macht deutlich, dass die Dornaper sich noch nicht ganz von ihrer Anlage in Düssel getrennt hätten. "Wir können den Asche-Platz und die dortigen Funktionsgebäude gemäß eines Vertrages mit der Stadt Wülfrath bis 2020 weiter nutzen. So trainieren gelegentlich Jugend-Teams dort. Auch die Senioren weichen bei Bedarf nach Düssel aus."

Der Vorsitzende kennt die Pläne der Stadt Wülfrath, die Anlage für eine Wohnbebauung umzuwidmen und dies bereits vor 2020 durchzuführen. Er deutet an, dass es diesbezüglich im Hintergrund Gespräche mit der Stadtverwaltung gäbe.

Quelle: RP
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