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Wülfrath
Ich geh mit meiner Laterne . . .

Wülfrath: Ich geh mit meiner Laterne . . .
Viele Kinder hatten ihre Laternen selbst gebastelt. Das Wetter spielte mit und viele Menschen folgten St. Martin. FOTO: Achim Blazy
Wülfrath. ... und meine Laterne mit mir. Für etwa 2.000 Teilnehmer bei Wülfraths größtem Martinszug galten die berühmten Zeilen. Im schimmernden Licht wurde kräftig gesungen, weiteres Glanzlicht war wie immer die Vergabe der Weckmänner. Von Valeska von Dolega

Im Vergleich zu den Vorjahren war es ein verkürzter Weg. Aber der Spaß, den die vielen Sänger und Leuchtenträger hatten, wurde dadurch nicht geschmälert: Wie eine nicht enden wollende blinkende Leuchtschlange schlängelte sich der Martinszug durch die Innenstadt. Angeführt von dem hoch zu Ross langsam schreitenden St. Martin (Martin Volmer). Die etwa 2.000 Teilnehmer waren auf ihrem Weg von der Parkschule über die August-Thyssen-Straße, entlang der Fußgängerzone über die Goethestraße und schließlich zum flackernden Feuer am Parkplatz "Am Diek" aber nicht nur als mäanderndes Lichtermeer zu erkennen, sondern ebenso gut zu hören. "Durch die Straßen" lässt es sich bekanntermaßen nicht bloß gehen, der Weg lässt sich genauso besingen. In diesem Fall notensicher unterstützt vom evangelischen Posaunenchor unter der Leitung Manfred Edelsteins sowie den Musikern der katholischen Blaskapelle Rohdenhaus.

Mit Gesang hatte der Martinstag für einen Teil der mitziehenden Kinder bereits frühmorgens begonnen. Bereits um 8 Uhr schmetterten die Lindenschulkinder zusammen mit den Kleinen des DRK-Kindergartens an der Ogata typische Lieder. Sozusagen zum Warmsingen. "Das Tollste ist der Zug", freute sich Ella (4). Ebenso wie ihre Mitgänger hatte sie dafür eine LED-beleuchtete Laterne gebastelt. "Das ist ein Löwe", erklärte sie ihr Bastelergebnis. Weitere sehenswerte Exemplare gab es in Form watteweich scheinender Schafe, die wie Schnee im Licht glänzten, fantasievoll bekritzelte Schirme und einige Lampions, die blutrot schimmerten. "Wir haben Freunde aus Japan", erklärte Tristan die Inspirationsquelle seiner hübsch gestalteten Lichtquelle.

Wegen Bauarbeiten in der Schwanenstraße, so erklärten die Organisatoren der Fördergemeinschaft St. Georg, die zusammen mit der katholischen Kirchengemeinde St. Maximin den Traditionszug veranstalteten, im Vorfeld. Geblieben sind trotz der Abkürzung aber der Schlenker zum Seniorenstift, an dem 100 der insgesamt 1.100 Weckmänner abgegeben wurden. Martinsfeuer sowie Mantelteilung fanden wie gewohnt "Am Diek" statt. Und auch die Martinsgeschichte wurde erzählt, diesmal von Pfarrer Ingolf Kriegsmann. Und zum guten Schluss wurde das große Spektakel mit einem weiteren Feuer an anderer Stelle abgeschlossen, nämlich am Schlupkothen. Rhythmisch begleitet wurden die Flammen dort mit martinswürdigen Trommelwirbeln von Hakuna Matata.

Quelle: RP
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