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Wülfrath
Juxscheiben im Visier der Luftgewehre

Wülfrath: Juxscheiben im Visier der Luftgewehre
Der Vorsitzende Axel Paul zeigt die Juxscheiben, auf die die vielen Besucher die Gewehre anlegten. FOTO: Achim Blazy
Wülfrath. Das mehrtägige Osterschießen beim Schützenverein lockte die Wülfrather. Im Sommer soll's einen Biathlon geben. Von Thomas Peter

Luftgewehr, stehend, aufgelegt: So wurde vergangene Woche um die Wette geschossen. Und das nicht zu knapp. Bis Samstag verzeichnete der Schützenverein Wülfrath regelmäßig eine "volle Hütte", wie es Pressewart Ulrich Klückmann ausdrückte. Das traditionelle Osterschießen wurde gut angenommen und bescherte Schützen, Familien und Gästen eine gute Zeit. "Teilweise warteten die Teilnehmer bis 22 Uhr in Zweierreihen am Schießstand" sagte Klückmann. Dabei gab es verschiedene Disziplinen zu absolvieren. Auf fünf verschiedenen "Juxscheiben" mit Ostermotiven mussten Punkte für die Gesamtwertung gesammelt werden. Am Ende setzte sich Ronalf Ebertz in der Schützenklasse durch. In der Schützenjugend belegte Marina Rebien den ersten Platz, und bei den prominenten Gästen gewann Jennifer Haimann vor Volker Münchow.

Zum Abschluss gab es einen Familientag mit vielen Spaß-Aktivitäten wie Basketball, Nagelbalken und Dartwerfen auf Luftballons. Vorsitzender Axel Paul stand persönlich am Grill und briet Würste und marinierte Steaks "frisch vom Kaufpark". Als besondere Attraktion war ein "Biathlon-Schießstand" neben dem Vereinsheim aufgebaut. Während das normale Schießen mit Luftgewehr, Kleinkaliber oder Zimmerstutzen erst ab zwölf Jahren erlaubt ist, können beim Biathlon schon die Jüngsten mitmachen, da mit einem Lasergewehr gezielt wird. Beim echten Biathlon wird aus 50 Metern Entfernung auf fünf Scheiben mit 11,5 beziehungsweise 4,5 Millimetern Durchmesser geschossen. Dafür reichte der Platz natürlich nicht aus. Doch wenn man mit der Entfernung auch die Ziele verkleinert, kann man das echte Biathlon recht gut simulieren. Die Teilnehmer hatten jedenfalls ihren Spaß.

Klückmann betont, dass die Sicherheit beim Schießen an erster Stelle steht. Es gibt immer eine Aufsicht durch geschultes Personal, das eine mehrtägige Ausbildung zum Schießleiter auf Bezirksebene absolviert haben muss. "In all den Jahren, seit ich im Verein bin, hatten wir nie einen Unfall. Darauf sind wir stolz", sagte er.

Was ihm ganz ebenso am Herzen liege, sei die Jugendarbeit. Im vergangenen Jahr seien viele Alt-Mitglieder verstorben, doch man habe auch viel Nachwuchs gewinnen können.

Für den Sommer hat die Jugendabteilung etwas Besonderes vor: Am 19. Juni soll im Stadtpark ein Biathlon-Turnier stattfinden. Anders als am Samstag wird dann nicht nur geschossen, sondern wie beim Original auch gelaufen. Jeweils vier Teams treten gegeneinander an, die ersten zwei kommen eine Runde weiter. Mehrere Vereine haben bereits zugesagt, sich mit Grill- oder Kuchenständen zu beteiligen. Der Erlös soll an den Verein "Kinder in Not" gehen.

Wahrscheinlich werden auch wieder einige Prominente mitmachen. Am Samstag schauten Bürgermeisterin Claudia Panke, SPD-Landtagsabgeordneter Volker Münchow, DRK-Vorsitzender Wolfgang Peetz nebst Gattin und noch einige andere Lokalpolitiker vorbei und zielten auf die Juxscheiben.

Quelle: RP
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