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Wülfrath
Kaum Licht am Ende des Tunnels

Wülfrath: Kaum Licht am Ende des Tunnels
Der Zeittunnel wird von vielen Ehrenamtlichen unterstützt, doch es hapert an der finanziellen Sicherheit für die nächsten Jahre. FOTO: Kreis Mettmann/M. Chardin
Wülfrath. Ideen zur Sicherung gibt es reichlich. Der Arbeitskreis bereitet dazu am nächsten Montag neue Anträge vor. Von Valeska von Dolega

Wieder mal ist der Start des Museums in die neue Saison gut gewesen. Wie so oft waren die Besucher angetan von dem, was es rund um den stillgelegten Stollen zu erleben ist. Und trotzdem ist die Zukunft des Zeittunnels weiter ungewiss. Er ist Anziehungspunkt und Zankapfel zugleich.

Für die Idee eines radikalen Umbaus fand sich kein Geldgeber. Nun sollen bis zu 120 000 Euro investiert werden, um das ungewöhnliche Museum auf Vordermann zu bringen. Die Finanzierung soll vom Landschaftsverband LVR sowie dem Kreis gestemmt werden. Aber hier ist nichts spruchreif, wie auf Nachfrage beim Kreis Mettmann zu hören ist.

Teile der Politik sprechen sich für den unbedingten Erhalt des Tunnels aus (SPD), Mitglieder anderer Fraktionen wie Wolfgang Peetz von der Wülfrather Gruppe würden die endlosen Diskussionen um ihn gerne endgültig beenden und dicht machen.

"Was kann ich sagen?", formuliert Zeittunnel-Leiterin Andrea Gellert keine konkrete Antwort zur ungewissen Zukunft. Sie freut sich auf ein weiteres Jahr mit dem außergewöhnlichen Museum. "Wir spüren schon, dass wir über den Panoramaradweg mehr Aufmerksamkeit bekommen. Das zeigen auch die Zahlen, denn im vergangenen Jahr waren 10 000 Besucher hier und das ist für eine Einrichtung dieser Größe und saisonalem Betrieb schon gut."

Am nächsten Montag, 27. April, trifft sich der Arbeitskreis Zeittunnel zu einer weiteren Sitzung. Anträge sollen vorbereitet und gestellt werden, damit Fristen eingehalten werden. Was dann davon realisiert wird, lässt sich nicht sagen. Wichtig wäre für sie und die vielen ehrenamtlich Engagierten ein eindeutiges Signal, dass es dauerhaft weiter geht.

Wie immer geht es bei dem Eiertanz um Finanzielles. Nicht nur bei der Frage, woher die Mittel zur Fortführung genommen werden sollen. Im Falle einer Schließung müsste die Stadt Wülfrath die stattliche Summe von 670 000 Euro zahlen. Denn dass er am 26. Juli 2003 eröffnet werden konnte, ist der Förderung durch Euroga-Mittel zu verdanken. Auch, wenn es jetzt die Finanzspritze gäbe, bliebe offen, wie die laufenden Betriebskosten gestemmt werden. Vielleicht schafft hier der Kulturentwicklungsplan, der neu konzipiert wurde und dessen Umsetzung in der entsprechenden Sitzung am 29. April von der SPD beantragt werden wird, Abhilfe. Die Politik ist gefordert.

Bis sie eine Entscheidung trifft, will das Zeittunnel-Team seine Besucher mit verschiedenen Terminen begeistern. Mit dem Vortrag des Biologen, Antarktisforschers und Naturfotografen Hans-Peter Marschall, der Freitag, 8. Mai, am Hammerstein gastiert, soll gepunktet werden. Ein weiteres Highlight verspricht, das jährliche Tunnelflimmern zu werden, das diesmal am 21. und 22. sowie 28. und 29. August cineastische Glanzpunkte setzen will. Im Oktober wird das Apfelfest gefeiert und Workshops, Seminare und Vorträge zu unterschiedlichen Themen für junge und alte Interessenten runden das weit gefächerte Angebot ab.

Das Programm des Zeittunnels gibt es unter www.zeittunnel-wuelfrath.de

Quelle: RP
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