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Wülfrath
Kauz oder Fledermaus, oder: Wer frisst wen im Zeittunnel?

Das ungeschriebenes Gesetz für den Zeittunnel lautete: Fledermäuse überwintern in der Röhre von Oktober bis März. Gilt aber wohl nicht mehr, denn André Herbes (WG) fragte in der Ratssitzung jetzt mal leise nach, ob es da eigentlich noch flattert in den Wintermonaten. Er habe gehört, dass dort gar keine Fledermäuse mehr zu Gast seien. Deshalb könne die Verwaltung doch folgerichtig prüfen, ob der Zeittunnel nicht ganzjährig laufen könne. Staunen in der Runde, denn eigentlich hatte die WG das Überleben des Zeittunnels rundweg abgelehnt. Aber, so die Logik Herbes wohl, wenn wir es nicht verhindern können, sollten wird doch über eine bessere Wirtschaftlichkeit nachdenken. Axel Welp (SPD) schmunzelte und gab ein weiteres Kapitel "Expeditionen ins Tierreich" zum besten. Aus noch besserer Quelle habe er gehört, dass sich stattdessen mittlerweile Käuze in den Steingewölben aufhalten. Eine eher rhetorische Frage erlaubte sich Bürgermeisterin Claudia Panke mit Schmunzeln: "Vielleicht ist die Fledermaus ja die Nahrungsquelle der Käuze?"

Egal, Fledermäuse oder Käuze, quer durch politische Lager mochte keiner den Heinz Sielmann machen, wer denn jetzt wen fresse oder nicht. Wirtschaftsförderer Karsten Niemann versprach, für exakte Aufklärung in Wülfraths Tierreich zu sorgen. "Wir prüfen das." Doch auch wenn's jetzt Käuze sind: Wie Fledermäuse stehen sie auf der Roten Liste und sind schützenswert. Der Ganzjahresbetrieb rückt also allein deshalb wohl in weite Ferne.

(rei)
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