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Wülfrath
Kinder entdecken ihr Schauspieltalent

Wülfrath: Kinder entdecken ihr Schauspieltalent
Ute Kranz vom Theater Minestrone veranstaltete in der Grundschule Ellenbeek eine Schnupperprobe für Kinder. FOTO: Dietrich Janicki
Wülfrath. Theater Minestrone und Förderverein der Grundschule Ellenbeek ermöglichten für Mädchen und Jungen eine Schnupperprobe. Von Heike Bartels

"Man kann beim Theaterspielen nichts falsch machen", ermutigt Theaterpädagogin Ute Kranz die zehn Kinder im Alter zwischen sieben und elf Jahren, die an der vom Theater Minestrone veranstalteten Schnupperprobe zum Workshop "Kinder machen Theater" teilnehmen, "spielt einfach mal!"

Bereits zum zweiten Mal konnten interessierte Kinder an diesem Nachmittag ausprobieren, ob sie Spaß daran haben, vor und mit anderen Theater zu spielen. Wer dann weitermachen möchte, kann in den kommenden Wochen an einem Kindertheaterkurs teilnehmen, der im Juli mit der Präsentation eines von den Teilnehmern einstudierten Theaterstücks endet.

Vielleicht sei der Außenbereich vor dem Ogata-Raum, der fast schon Ähnlichkeit mit einem Amphitheater hat, eine geeignete Bühne dafür, meint Sandra Leidig-Diekmann, Vorsitzende des Theaters Minestrone. "Wir wollen Kinder für das Theater begeistern, sie sollen sich einfach mal etwas trauen und sich ausprobieren können", betont auch sie die Intention des Workshops, der bereits zum fünften Mal stattfindet.

Früher in Rohdenhaus, jetzt zum ersten Mal in der Ellenbeek. "Der Förderverein der Grundschule hat sich dafür stark gemacht, dass wir die Räume hier nutzen können", berichtet sie. Und letzterer freue sich auch, dass der Theaterworkshop zur Belebung des Stadtteils beiträgt. Währenddessen sind die Kinder schon voll in ihrem Element: Beim Spiel "Der große Zauberer" fordert ein Zauberer die anderen Kinder auf, sich in Drachen, Einhörner, Monsterhäuser oder Vogelspinnen zu verwandeln. Begeistert, mit viel Bewegungsfreude und entsprechenden Begleitgeräuschen demonstrieren die zehn Nachwuchsschauspieler, dass jede Menge Talent in ihnen steckt.

"Tolle Figuren habt ihr gespielt", lobt auch Ute Kranz. "Die Kinder sollen lernen, dass man aus wenig viel machen kann", erklärt sie. Und dass der im Internet oft zu beobachtende Perfektionismus gar nicht nötig ist. Wichtig sei nur, dass man die eigene Fantasie sichtbar mache, Geschichten so erzähle, dass man sie einem Publikum vorführen könne. Das Stück für die Präsentation werde während der Proben von den Kindern selbst entwickelt und auch um die Kostüme würden sie sich meist selbst kümmern.

Mit viel Lebendigkeit, Einfühlungsvermögen und Verständnis führt die Theaterpädagogin die Kinder spielerisch an das Theaterspielen heran, zögert auch nicht, die gestellten Aufgaben immer wieder selbst vorzumachen. Hemmungen, den anderen etwas vorzuspielen, scheinen die Kinder aber ohnehin nicht zu kennen. Mutig spielen sie vor den anderen, die jetzt erraten sollen, was jeweils dargestellt wird. Ein Junge hüpft mit vor sich aufgestellten Fäusten ruckartig auf und ab. "Ein Bauarbeiter mit Rüttelmaschine", erkennen die anderen schnell. Auf den "Pinnocchio" kommen sie allerdings nicht ganz so schnell, obwohl der Darsteller wie die anderen Kinder auch mit einer erstaunlichen schauspielerischen Leistung überzeugt.

Avelina (8) ist schon zum dritten Mal dabei. Und obwohl ihr das Ganze viel Spaß macht - Schauspielerin will sie nicht unbedingt werden.

Quelle: RP
 
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