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Wülfrath
Knie geprellt: Ein Konzert mit kleinen Hindernissen

Wülfrath: Knie geprellt: Ein Konzert mit kleinen Hindernissen
Standen lange im Stau, kamen zu spät und dann noch die Sache mit dem Knie: Die Band spielt Stücke von Westernhagen nach. FOTO: Achim Blazy
Wülfrath. Beim Auftritt setzte sich der Sänger der Marius Müller-Westernhagen-Coverband kurzfristig außer Gefecht. Von Valeska von Dolega

"Das ist mir in meiner Karriere auch noch nie passiert", entschuldigte sich Udo Prinz. Beim Versuch, das Publikum zum Mitsingen zu animieren, war ihm sein Mikrofon so ungünstig aus der Hand geflutscht, dass er es sich vors linke Knie schlug. "Wir müssen eine kurze Pause einlegen", bat der Frontmann um Entschuldigung. Und verschwand, um das lädierte Bein zu kühlen.

Dabei hatte beim Konzert für "mit18Band" am Freitagabend am Hammerstein alles gut angefangen. "Wir freuen uns tierisch", sagten Meike Hein und Henny Orz, beides Fans des "großartigen Marius. Nur, dass man für eine Coverband nicht so teure Eintrittskarten wie für das Original zahlen muss." Mit ordentlicher Verspätung ging es dann gegen 20.45 Uhr endlich los. Sowohl die Bandmitglieder Peter Ladwig, Ole Hempelmann, Micky Schröder, Peter Glas und Olli Schröder, die aus Hannover anreisten, wie Sänger Udo Prinz, aus Köln kommend, standen im Stau. Die WüRG-Gäste störte diese Zeitverzögerung kaum, "wir trinken noch ein Bier", erklärten Meike Hein und Henny Orz fröhlich.

Und dann - endlich - die Band. Vorneweg mit Hut und Brille ein bisschen Marius-like- ausschauend Udo Prinz, dahinter die Musiker schlurfend. Anstelle viel zu reden, wollte man Westernhagen ein "akustisches Denkmal" setzen und nicht lange plaudern, sondern dessen beste Stücke nachspielen. "Es geht mir gut", "Schweigen ist feige" oder auch das aus Trennungen bekannte "Fertig" standen dabei auf der Playlist. Wie schwach Männer sind, zeigte sich gerne bei "Rosi".

Denn weil es keine Frau mit einem solchen Namen im Publikum gab, wurde Astrid, die als einzige den Mumm hatte, "hier" zu winken, als es darum ging, auf der Bühne mitzurocken, an die Seite der Band gebeten und als "Behelfs-Rosi" angesungen. Und auch, wenn es ein paar Nörgler gab, die behaupteten, "das ist aber kein typisches WüRG-Publikum und die Band bleibt hinter den Erwartungen zurück", war es für die meisten doch ein "toller Abend".

Quelle: RP
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