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Wülfrath
Kooperation: Fundtiere können ins Tierheim

Wülfrath: Kooperation: Fundtiere können ins Tierheim
Sabine Timmermann (l.) und Claudia Michel mit Mischling Eloise auf dem neu gestalteten Außengelände des Tierheims Velbert / Heiligenhaus. FOTO: Janicki, Dietrich (jd-)
Wülfrath. Etwa 18 Hunde oder Katzen werden pro Jahr in Wülfrath gefunden. Sie können im Tierheim Velbert abgegeben werden. Von Sabine Maguire

Vor einem Jahr wurde der Kooperationsvertrag des Wülfrather Ordnungsamtes mit dem Tierheim in Velbert geschlossen. Seither können Fundtiere in der Langenberger Straße abgegeben werden. Ordnungsamtsleiter Marcus Kauke ist froh über die Lösung: "Wir können dort 24 Stunden am Tag aufgefundene Tiere hinbringen. Das ist für uns optimal."

Zudem sei auch vereinbart worden, keine Pauschale zu zahlen, sondern für jedes Fundtier einzeln abzurechnen. Im vergangenen Jahr wurden dem Ordnungsamt 18 Fundtiere gemeldet, einige davon zogen vorübergehend im Tierheim der Nachbarstadt ein. Manche bleiben nur kurz dort, bis sich der Halter gemeldet hat. Andere warten länger auf ein neues Zuhause.

Zufrieden mit der Kooperation ist man übrigens auch im Velberter Tierheim. Die schwierigen Zeiten, in denen das Haus vorübergehend geschlossen werden musste, liegen längst hinter dem Verein. Mit einem neuen Vorstand und großen Plänen startete man damals in eine ungewisse Zukunft. Mittlerweile jedoch ist die Sanierung des Hauses weit fortgeschritten.

Neue Katzenstuben, größere Hundezwinger und eine neue Quarantänestation: Die Liste der abgearbeiteten Projekte ist lang. Gerade erst ist der große Hundeauslauf fertig geworden. "Dort können wir die Hunde dann auch im Rudel laufen lassen", freut sich Vereinsvorsitzende Claudia Michel. Schon jetzt gebe es Ausläufe, um den Tieren möglichst viel Bewegung zu verschaffen. Hinzu kommt noch der tägliche Spaziergang mit den "Gassigehern" und einmal in der Woche wird in der Hundeschule auf dem Gelände trainiert. "Die Hundetrainerin wird in die Vermittlung einbezogen und ist auch danach noch für die neuen Halter ansprechbar", spricht Sabine Timmermann über ein Konzept, das bestens zu funktionieren scheint. Die stellvertretende Vereinsvorsitzende ist auch selbst unterwegs, um sich das zukünftige Domizil der Tierheimbewohner anzuschauen: "Wir haben gute Erfahrungen mit den Vorkontrollen gemacht und geben die Tiere nicht ohne Hausbesuch ab." Unterstützt wird das Tierheim-Team übrigens von 20 Ehrenamtlern, die als "Gassigänger" oder "Katzenschmuser" mehrmals in der Woche in der Langenberger Straße vorbeischauen. Und sie helfen auch mit, um Haus und Gelände in Schuss zu halten. Denn die To-Do-Liste ist noch längst nicht abgearbeitet. Gerade wurde die Einfahrt geteert, nach der Futterküche muss nun auch noch der Flur gefliest werden.

Liebevoll betreut wird übrigens auch die Homepage, auf der die Tiere vorgestellt werden und die neuen Besitzer sich später nochmals melden können, um von der gelungenen Vermittlung zu berichten.

Quelle: RP
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