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Wülfrath
Mittags mit 2,4 Promille unterwegs

Wülfrath: Mittags mit 2,4 Promille unterwegs
Erheblich beschädigt wurde der grüne Pkw nach der Fahrt, die vor Blumenkübeln endete. FOTO: Kreispolizei
Wülfrath. Pärchen kommt mit Fahrzeug von der Straße ab. Sachschaden: 14.000 Euro.

Am Sonntagmittag gegen 12.30 Uhr wurden gleich mehrere Zeugen in Wülfrath durch ein lautes Geräusch aufgeschreckt und aufmerksam gemacht auf einen Verkehrsunfall, der sich im Industriegebiet an der Tönisheider Straße in Wülfrath ereignet hatte. Ein grüner Mitsubishi Colt hatte die Kruppstraße in Richtung Wilhelmstraße befahren und war nach links in die Tönisheider Straße abgebogen. Dabei kam der Wagen aus zunächst ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab. Der Mitsubishi prallte gegen mehrere Blumenkübel einer Grundstückseinfriedung, die zerstört wurde. Auf den Blumenkübeln und vor einem umgeknickten Verkehrszeichen kam der schwer beschädigte Colt schließlich in der abschüssigen Böschung des Grundstückes zum Stillstand. Die Unfallzeugen sahen einen Mann und eine Frau, die das Fahrzeug scheinbar unverletzt und danach den Unfallort sofort zu Fuß verließen. Die Zeugen verständigten umgehend die örtliche Polizei. Sie konnten die zwei flüchtigen Insassen gut beschreiben, aber nicht zweifelsfrei angeben, wer das Fahrzeug zur Unfallzeit gelenkt hatte. Noch während der Unfallaufnahme kehrte die flüchtige Frau zum Unfallort zurück. Gegenüber den Polizeibeamten gab sich die 20-jährige Frau als Fahrerin des Unfallwagens zu erkennen. Beifahrer sollte ihr 41-jähriger Freund gewesen sein. Da durch die vorgefundene Spurenlage der dringende Verdacht bestand, dass nicht die Frau, sondern der Mann verantwortlicher Unfallfahrer war, wurde dieser telefonisch erreicht und zur Unfallstelle gebeten. Als der 41-Jährige dort wenige Minuten später eintraf, wurde festgestellt, dass der Wülfrather deutlich unter Alkoholeinfluss stand. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von 2,4 Promille. Nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft wurden gegen beide Fahrzeugbenutzer Strafverfahren wegen des Verdachts der Verkehrsunfallflucht, gegen den 41-Jährigen zusätzlich wegen des Verdachts der Trunkenheitsfahrt eingeleitet. Bei ihm wurde die ärztliche Entnahme mehrerer Blutproben angeordnet und durchgeführt.

Der Gesamtsachschaden, am nicht mehr fahrbereiten Mitsubishi sowie an den zerstörten Blumenkübeln und dem Verkehrszeichen, summiert sich nach ersten Schätzungen auf über 14.000 Euro. Hinweise an die Polizei, Tel. 02058 6200-6350.

Quelle: RP