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Wülfrath
Müllberatung wirkt: Immer mehr Haushalte entsorgen per Tonne

Wülfrath. Die Stadt schafft Vorleistungen für das neue Abfall-Konzept ab 2018. Ab 2017 werden nur noch ein Viertel der Wülfrather die Müllbeutel nutzen. Von Uwe Reimann

Die beharrliche Beratung der städtischen Abfallentsorgung hat gefruchtet: Ab dem neuen Jahr werden nur noch 25 Prozent aller Wülfrather Haushalte die traditionellen Müllsäcke benutzen. Fast dreiviertel aller Haushalte haben dann auf Tonnen umgestellt.

Seit September 2015 versucht die Stadt Grundstücks- und Wohnungseigentümer intensiv zu beraten, mit dem Ziel, freiwillig und vorzeitig von Abfallsäcken auf Tonnen umzustellen. Diese Charmeoffensive zieht: Insgesamt 310 Eigentümer und vier große Hausverwaltungen großer Wohnanlagen konnten zur frühzeitigen Umstellung von Säcken auf Tonnen/Containern motiviert werden. Ab dem 1. Januar 2017 werden rund 1700 Wohnungen (das sind etwa 40 Prozent der noch mit Müllsäcken arbeitenden Haushalte) keine Säcke mehr benutzen, sondern Tonnen im 14-täglichen Leerungsintervall entsorgen lassen.

Im Wohngebiet Rotdornweg/Kastanienallee werden zentrale Standplätze mit 1100 Liter Restmüllcontainern, an denen mehrere Häuser angeschlossen sind, ausgestattet. Auch am Föhrenweg und im Bereich Ellenbeek/Danziger Straße werden Mehrfamilienhäuser gemeinsam große Restmüllcontainer mit 1100 Liter Fassungsvermögen nutzen.

Die städtische Wohnungsgesellchaftstochter GWG wird größere Behälter statt kleine Tonnen für jeden einzelnen Haushalt. für die gemeinschaftliche Nutzung durch die Hausbewohner aufzustellen. Die Stadt macht keinen Hehl daraus: Gemeinschaftliche Tonnen seien wirtschaftlicher und im Interesse der Gebührenzahler sehr erwünscht. Damit ab 2018 dann endgültig auf Sack statt Tonne umgestellt werden kann, werden sich alle Wülfrather Haushalte bis Mai nächsten Jahres erklären müssen, welche Tonnen/Containern-Größen und welchen Abfuhrrhythmus man wünsche. Nur in wenigen Einzelfällen, wo es nachweislich keine Stellfläche für Tonnen gibt, werden Abfallsäcke eingesetzt. Die Säcke werden auch ausgeteilt werden, wenn nach einer Party oder Renovierung mal mehr Müll anfällt. Ausnahme statt Regel also. Vor 2018 werden es zum 1, Januar bereits Umstellungen geben:

Zu wenige Abfallgefäße gibt es insbesondere in der Fußgängerzone, der historischen Altstadt und auf dem Kirchplatz. Um den dortigen Haushalten die Möglichkeit zu geben, in unmittelbarer Nähe ihr Altpapier zu entsorgen, sollen zwei Depotcontainer für Altpapier am zentralen Standplatz vor dem Parkhaus Zur Loev/Flügelskämpchen aufzustellen. Weitere Standplätze mit je zwei Altpapiercontainern sind an folgenden Stellen geplant: Parkplatz Ellenbeek (vor der Kita/Sparkasse) und öffentliche Parkfläche Mettmanner Straße (neben Poco). Die Awista hat vorgeschlagen, an jedem Standort zwei Container für Altpapier aufzustellen, da dies dem wöchentlichen Bedarf entspricht. An allen drei Standorten sind zusätzlich Glas- und Altkleidercontainer aufgestellt. Die Standplätze sollen ab dem 1. Januar eingerichtet werden.

Die Elektro-Kleinstgeräte werden am Schadstoffmobil angenommen. Die Annahme wird -wie bisher- auf Kleinstgeräte beschränkt, wie zum Beispiel elektrische Zahnbürste, Toaster. Das Schadstoffmobil steht einmal monatlich an drei Stellen im Stadtgebiet (Dienstleistungszentrum/Düssel/Rohdenhaus). Die Annahme auf der Liegnitzer Straße wird zum 1. Januar eingestellt.

Die Abfuhr der sperrigen Gartenabfälle wird eingestellt.

Quelle: RP
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