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Wülfrath
Museumsfest soll auch neue Mitglieder bringen

Wülfrath. Das Niederbergische Museum feierte seinen 10. Geburtstag. Schaut man sich die Geschichte an, so musste man vor knapp zehn Jahren noch mit der Schließung des ältesten Museums im Kreis rechnen, denn die Stadt konnte sich den Betrieb nicht mehr leisten. Daraufhin wurde der Trägerverein gegründet, der durch Mitgliedsbeiträge die Miete an die Stadt zahlen und dadurch das Museums wiedereröffnet werden konnte.

Besucher konnten Kaffeeröstern und Polsterern bei der Arbeit zusehen - auch für die kleinen Besucher gab's ein Programm. Zudem standen die Webkammer, die Zinngießerei und die Apotheke für die Gäste offen. Besonders beliebt war die Führung, die sich um das Thema "Redewendungen" drehte. Man konnte in viele interessierte und zugleich verdutzte Gesichter blicken, als erklärt wurde, dass die Redewendungen "jemandem einen Korb geben" aus der Zeit der Minnesänger stammt und ursprünglich etwas Positives bedeutete. Die Sänger hatten sich erhofft, von den angebeteten Damen einen Korb als Liebesbeweis zu bekommen, aber wurden oftmals abgewiesen und so gilt diese Redewendung heutzutage als etwas Negatives. Wegen des großen Interesses an diesen "Sprichwörter-Führungen" soll es in Zukunft mehr solcher Angebote geben. Besonders verlockend war das Jubiläums-Quiz: Als Hauptgewinn winkte ein "Bergisches Kaffeetrinken für vier Personen".

Beim Kaffeetrinken und Kuchenessen im Kaminzimmer wurde sich über die vergangenen Jahre ausgetauscht. "Wir sind froh, dass es den Wülfrathern damals so wichtig war, das Museum wieder aufleben zu lassen. Das ist so wichtig für die Kultur", erzählt ein Ehepaar.

"Die Mitgliederzahlen im Trägerverein sind in den vergangenen Jahren gesunken. Vielleicht gelingt es beim Fest, den ein oder anderen für das Museum zu begeistern", erzählte Ulrich Erbach vor Monaten. Das Fest war in jeder Hinsicht ein voller Erfolg und man kann davon ausgehen, dass einige Besucher gesehen haben, was in dem Museum steckt.

(kira)
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