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Wülfrath
Netzwerk für Kinder funktioniert gut

Wülfrath: Netzwerk für Kinder funktioniert gut
Bei der Familienmesse im Kinder- und Familienzentrum Ellenbeek zeigte die Praxis für Physiotherapie, dass auch Spaß zur Behandlung gehören kann und muss. FOTO: DJ
Wülfrath. Das Netzwerk "Frühe Hilfen" hat in diesem Jahr wieder eine Familienmesse für werdende oder junge Eltern im Familienzentrum Ellenbeek organisiert. Mehr als 20 lokale und regionale Institutionen stellen sich vor und informierten über ihre Hilfs- und Beratungsangebote rund um die Entwicklung des Kindes. Von Thomas Peter

Es ist ein lockeres Treffen. Dabei ging es aber nicht nur um Betreuung, sondern auch um frühkindliche Sprachförderung, Bewegungsförderung, Zahngesundheit und Begleitung von Kindern mit speziellem Förderbedarf.

Für letztere gibt es zum Beispiel den Begleitenden Dienst des Kreises Mettmann. Sylvia Parrhysius und ihre Mitarbeiter beraten und unterstützen Eltern von Kindern, die eine Behinderung oder eine Entwicklungsverzögerung aufweisen.

Der Kontakt kann auf Anfrage der Eltern direkt oder durch die Kita hergestellt werden, wenn jene die Entwicklungsverzögerung zuerst feststellt. Voraussetzung ist eine Untersuchung und Entscheidung durch die Amtsärztin für Kinder und Jugendliche, Dr. Alexandra Becker. Dann erfolgt die Beratung durch die Pädagogen des Begleitenden Dienstes zuhause und in der Kita, und endet erst mit dem Schulabschluss der Inklusiven- oder Förderschule. "In Wülfrath hat sich ein Netzwerk gebildet, das inzwischen toll zusammenarbeitet", sagt Becker.

Auch das Jugendamt selbst stellte sich vor. Kinderschutzfachkraft Bärbel Habermann hatte die Messe mit initiiert und ist für die Fachberatung nach Paragraph 8a des Sozialgesetztbuches VIII zuständig.

Wenn es zu Auffälligkeiten kommt wie blauen Flecken beim Kind oder Hinweisen aus der Bevölkerung auf Misshandlung oder Vernachlässigung muss das Jugendamt der Sache nachgehen. Bevor über Maßnahmen entscheiden wird, sind jedoch mehrere Beratungsstufen zu durchlaufen, in Kitas auch anonymisiert.

Das Netzwerk Frühe Hilfen hatte 2009 den Begrüßungsrucksack für neue Eltern eingeführt. Udo Neumann präsentierte den Inhalt. Herzstück ist das Elternbegleitbuch mit vielen Informationen, Broschüren und Gutscheinen. Dazu gibt es ein Kochbuch, ein Kirschkernkissen als Symbol für die Gesundheit und einen Rauchmelder als Symbol für die Sicherheit. Bei jeder Geburt schreibt das Jugendamt die Eltern an und das Netzwerk besucht sie und überreicht den Rucksack. Die Aktion wird über Spenden finanziert.

Die Medienwelt hatte mit Ina Reßler eine Vertreterin entsandt, um zu verdeutlichen, wie wichtig das frühzeitige Aufwachsen mit Lesen, Büchern und Medien allgemein für die Kindesentwicklung ist. In der Stadtbücherei kann man auch Elternratgeber ausleihen.

Unbedingt erwähnt werden muss die Kürbissuppe von Christine Bondieck und Helena Winter. Deren Qualität sprach sich schnell herum, so dass nach und nach alle bekannten Gesichter im Verpflegungsraum auftauchten und um eine Tasse baten.

Quelle: RP
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