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Wülfrath
Notunterkunft dicht: Wer zahlt die Renovierung?

Wülfrath. Was sich seit einiger Zeit angedeutet hat, ist nun Fakt: Die Notunterkunft für Flüchtlinge in der Sporthalle am Gymnasium wird zum 31. März aufgelöst. Die Bezirksregierung Düsseldorf bestätigte am Mittwoch, dass der Betrieb in drei Wochen eingestellt wird.

Derzeit bewohnen noch 55 Flüchtlinge die Unterkunft. Wann diese die Sporthalle verlassen und ob in der Zeit bis Ende März nochmal Flüchtlinge ankommen, ist unklar. Die Versorgung mit Essen und Trinken ist jedenfalls bis zum 31. März gesichert.

Wann der Betrieb in der Schulsporthalle wieder aufgenommen werde, könne erst nach Rückgabe der Halle entschieden werden, sagt Sozialamtsleiter Mike Flohr. Erst müsse man sich einen Überblick darüber verschaffen, ob es Schäden gebe und ob und was man alles reinigen, renovieren, sanieren oder reparieren müsse. Darüber gebe es noch keine Erkenntnisse, sagte Flohr gestern der RP. Die Kosten, die bei der Wiederherstellung der Sporthalle entstehen, werde die Bezirksregierung übernehmen, sagt Flohr. Da gebe es seit Start der Notunterkunft im September vergangenen Jahres klare Zusagen. Ob dies auch für eventuelle Schäden am Hallenboden gilt, ist unklar. Flohr verweist darauf, dass es auch dort Zusagen für mögliche Reparaturen gebe. Das ist aber umstritten, denn viele andere Städte (auch im Kreis Mettmann) hatten die Böden in Turnhallen mit Brettern gesichert. Dies sei in Wülfrath wegen der drängenden Eröffnung vor sechs Monaten nicht möglich gewesen, hatte auch Bürgermeisterin Claudia Panke der RP versichert. Kritiker wie WG-Fraktionschef Wolfgang Peetz und interne Stadtverwaltungsmitarbeiter sahen das anders. Da man diese Sicherung unterlassen habe, könne es sein, dass die Bezirksregierung für den Boden nicht zahle.

(rei)
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