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Wülfrath
Offenes Atelier wirkt immer weiter öffentlich

Wülfrath. Auf dem großen Atelierareal gab es Zauberwald, Sinnespfad und Kräutergarten Von Lars Mader

Das unglaubliche Gewimmel beim Sommerfest im Paradisgärtchen des Offenen Atelier kam nicht von ungefähr. 600 Einladung waren verschickt worden. Hinter solch Emsigkeit steckt der Gedanke, die in aller Ruhe patinierten Schatzkammern des Offenes Ateliers zum weithin wahrgenommen Öffentlichen Atelier zu wandeln.

Guten Anlass zum Feiern gab es genug mit dem 20-jährigen Bestehen und der Etablierung des Inklusiven Freundeskreises "Ateliers der Bergischen Diakonie" als Förderinstitution. Auf 75 Unterstützer, so lautet der Wunsch der Gründungsmitglieder, soll dieser Verein binnen Jahresfrist anwachsen und den Kreationsort am Diakonissenweg auf Jahrzehnte sichern helfen. Die Verve, mit der die Ateliergemeinschaft die Feierlichkeiten anging, hochoriginelle Unikate aus der Holzwerkstatt präsentierte, die Heimstätte Haus Langensiepen mit burgtrutzigen Fahnen schmückte und mehrere Meter an Büfett auftischte, lässt fest an die gesteckten Ziele glauben. Zum urigen Teigduft aus dem Steinofen trug als weiser Erzählonkel Peter Klückmann alte Märchen vor. Akkordeonistin Petra Speh-Morgner walzerte moderne Sagenmelodien nach Art der Amelie und die Peter Pan-Flötenklänge steuerte Alles-Spieler Oliver Dahm hinzu. Ausgefallen war nicht die Atmosphäre, gleichwohl die Mode der Gastgeber. Der Atelierleiterin Sunci Matijanic verlieh ihr Zweigschmuck im Haar eine faunhafte Aura. Ihr Kollege Manuel Rohde schlüpfte einfach linksrücks in sein Jackett und brachte so unentdeckten Schick hervor: "Wir wollten das Phantastische dieses verzauberten Ortes hervorheben.

Allein schon, dass es hier nicht um zweckrationales Denken geht, führt schon ins Magische." Auf dem 15 Ar großen Atelierareal gibt es Zauberwald, Sinnespfad und Kräutergarten für Spiel, Phantasie und Kreativität, ganz ohne das damit - wie sonst nahezu überall - ein spezielles Ziel verfolgt wird. Aus gestaltungsfreudigen Gasbetonsteinen entsteht im Hinterhof derzeit in gemeinsamen Zutun aller Künstler eine Willkommensskulptur, die einmal mosaikgekachelt ihren Platz als Mitmachdenkmal am Ateliereingang finden soll. "Ich finde, die Welt braucht solche Räume wie diesen, an die man auf besondere Weise aus dem Alltag heraus gehen kann." erklärte der Theologische Vorstand Pfarrer Jörg Hohlweger, warum sich die Bergische Diakonie Aprath ein solches Kunstanwesen leistet.

Quelle: RP
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