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Wülfrath
Polizei erwischt Lkw-Fahrer unter Drogeneinfluss

Wülfrath. Der Fahrer hatte deutlich sichtbar weißes Pulver rund um seine Nase. Sein Führerschein ist erstmal weg.

Als die Beamten des Verkehrsdienstes am Montagmorgen gegen 9.30 Uhr auf der Schillerstraße den Fahrer eines Lkws überprüften. staunten sie nicht schlecht. Rund um die Nase des Fahrers war sehr auffällig weißes Pulver verteilt. Ein Drogenschnelltest lieferte schnell den Beweis: Der Fahrer des 12-Tonners, der eine Baustelle in Wülfrath beliefern wollte, hatte offenbar Amphetamine eingenommen. Das gab der Mann auch den Beamten gegenüber zu, wie ein Sprecher der Polizei berichtet.

Dass die kontrollierenden Beamten an diesem Tag selber "die richtige Nase" hatten, zeigte sich bei der weiteren Überprüfung des Lastwagens und seiner Insassen. Denn bei bei dem 32 Jahre alten Beifahrer stellte sich heraus, dass dieser mit Haftbefehl zur Festnahme ausgeschrieben war. Der 32-jährige Wuppertaler wurde deshalb festgenommen und der Justiz übergeben. Er konnte das Wuppertaler Gericht jedoch nach Zahlung einer richterlich angeordneten Geldstrafe noch am gleichen Tag wieder verlassen.

Gegen den 36-jährigen Lkw-Fahrer wurde eine Anzeige wegen Drogenmissbrauch im Straßenverkehr vorgelegt und zum Zweck der weiteren Beweisführung die ärztliche Entnahme einer Blutprobe angeordnet. Auch er konnte danach wieder seines Weges gehen. Das weitere Führen von Fahrzeugen im Straßenverkehr wurde ihm aber bis zur vollständigen Ausnüchterung ausdrücklich untersagt. Ihn erwarten in naher Zukunft mindestens eine hohe Geldbuße und die Erhöhung seines Punktestandes in Flensburg.

Zusätzlich erhält natürlich die zuständige Straßenverkehrsbehörde Kenntnis von den polizeilichen Feststellungen in Wülfrath, um über die grundsätzliche Eignung des 36-jährigen Betroffenen zum Führen von Kraftfahrzeugen im öffentlichen Straßenverkehr zu entscheiden.

So droht diesem in Zukunft möglicherweise auch ein dauerhafter Führerscheinentzug. Dies hängt insbesondere davon ab, wie lange schon ein Konsum von Drogen vorliegt und in welcher Konzentration diese konsumiert wurden. Zur Beweisführung kann die Verkehrsbehörde ein ärztliches Gutachten oder eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (abgekürzt: MPU) anordnen. Sagt das ärztliche Gutachten aus, dass ein chronischer Drogenkonsum vorliegt, wird der Führerschein mit Sicherheit entzogen. Grund dafür ist, dass dem Konsumenten nicht zugetraut wird, seinen Konsum und die Teilnahme am Straßenverkehr sicher zu trennen.

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