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Wülfrath
Renten und Steuern belasten Haushalt

Wülfrath. Im Rat der Stadt wurde gestern der Jahresabschluss eingebracht. Von Oliver Wiegand

Bürgermeisterin Dr. Claudia Panke und Kämmerer Rainer Ritsche haben gestern Abend den Jahresabschlussentwurf 2015 in den Rat eingebracht.

Demnach hat die Stadt Wülfrath im vergangenen Jahr etwa 3,6 Millionen Euro Eigenkapital verloren. Grund ist eine "außergewöhnlich hohe Gewerbesteuererstattung, die zudem zu verzinsen war", teilte die Stadt gestern mit. Im August 2015 hatte Kämmerer Rainer Ritsche bereits eine Haushaltssperre verfügt.

"Im vergangenen Dezember und bei der Aufstellung des Abschlusses nach dem Jahreswechsel sind wir leider noch einmal mal kalt erwischt worden," so der Kämmerer. "Nicht nur, dass im Dezember weitere Gewerbesteuererstattungen in Höhe von 800.000 Euro zu leisten waren. Darüber hinaus fiel zudem die Auswertung der von der Rheinischen Versorgungskasse im Februar erstellten Pensionsgutachten mit einer Belastung in ähnlicher Größenordnung deutlich negativer als geplant aus. Dazu kommen noch einmal 680 000 Euro, die die Stadt für eine neue Drehleiter ausgeben muss. "Diesen Erkenntnissen haben wir mit der Ansatzanpassung für den Entwurf des Nachtragshaushaltes Rechnung getragen", sagte Ritsche gestern Abend. Konkret heißt das. Für 2016 muss die Stadt nicht mehr 4,9, sondern 5,7 Millionen Euro Kredit aufnehmen. Noch einmal 885.000 Euro kommen bei der Investitionstätigkeit hinzu.

Auf Entwurfsbasis weist die Bilanz der Stadt Wülfrath zum 31. Dezember vergangenen Jahres ein Eigenkapital von rund 20,24 Millionen Euro aus. Die Bankverbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahr nur leicht um rund 108.000 Euro auf 67,7 Millionen angestiegen.

Der Entwurf soll nun durch den Kreis Mettmann, der schon seit einigen Jahren die Aufgaben der Rechnungsprüfung für die Stadt Wülfrath übernommen hat, geprüft werden.

Quelle: RP
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