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Wülfrath
Rheinkalker: Kaum Kontakt zu Lhoist

Wülfrath: Rheinkalker: Kaum Kontakt zu Lhoist
Wülfrath. Die Pensionäre sehen bei den Treffen, wie sich das "alte" Rheinkalk in einen europäischen Großkonzern wandelt. Viele bedauern die raren Kontakte der Konzernspitze zu den Ehemaligen Von Thomas Peter und Uwe Reimann

Kalkwerker halten zusammen. Viermal im Jahr treffen sich die Pensionäre der ehemaligen Rheinischen Kalkwerke, um das Andenken hochzuhalten und gemeinsam eine gute Zeit zu haben. Die erste Jahresversammlung führte jetzt im Paul-Ludowigs-Haus die Mitglieder zusammen.

Der Vorsitzender Hans-Peter Schelling hielt das offizielle Programm knapp - er konnte eh nicht viel Neues aus dem Unternehmen berichten. Der Kontakt zwischen Pensionärverein und Geschäftsführung sei seit Jahren eingeschlafen, seitdem der belgische Lhoist-Konzern das Werk Flandersbach/Dornap übernommen hat, sagte er.

Hans-Peter Schelling begrüßte die Ehemaligen. FOTO: DJ

"Früher hat das Unternehmen die Mitarbeiter feierlich verabschiedet und bei dieser Veranstaltung konnten wir neue Mitglieder werben. Heute wissen wir gar nicht mehr, wer wann aus dem Dienst ausscheidet", beklagte Schelling bereits im vergangenen Jahr. Seit die meisten Entscheidungen in Belgien fielen, löse sich die einst starke Verbundenheit der Kalkmitarbeiter langsam auf. "Als die Geschäftsführer noch Wülfrather und das Unternehmen noch in deutscher Hand war, kannte jeder jeden. Da kamen zu unseren Versammlungen immer Mitglieder der Führungsetage und des Betriebsrates", sagte er im vergangenen Sommer.

Doch das Unternehmen hat sich geregt. Im November kam der neue Werksleiter Thomas Perterer zum Pensionärstreffen und überbrachte Grüße des Unternehmens. Die sich lösenden Bande haben auch mit der neuen Konzernstruktur zu tun. Neu ist, dass Lhoist sich neu strukturiere, so Schelling. Das Europa-Geschäft sei in vier sogenannte Cluster aufgeteilt worden. Die Wülfrather Werke gehören nun zum Cluster "Western Germany".

Ebenfalls neu sei die Position des "Site Managers" - früher nannte sich das Werksleiter. Dies eröffne eine neue Chance auf bessere Kontakte, sagt Schelling. Er habe bereits mit ihm gesprochen. "Ich habe ihm in einem einstündigen Gespräch den Pensionärverein vorgestellt - seine Geschichte, seine Ziele, seine Veranstaltungen", erzählt er. Perterer werde den Verein bei einer der kommenden Veranstaltungen besuchen.

Die Mitglieder gedachten auch ihrer Verstorbenen. Seit der vergangenen Mitgliederversammlung im Juli sind zehn Ehemalige gestorben. Schelling nannte jeden einzelnen von ihnen, die meisten hatten dem Pensionärsverein mehr als 20 Jahre angehört. "Wir werden ihnen ein ehrendes Andenken bewahren" sagte Schelling und grüßte die Toten mit einem letzten "Glückauf".

Quelle: RP
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