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Wülfrath
Rheinkalkpensionäre feiern Herbstfest mit Wehmut

Wülfrath. Die Riesensause mit großem Tusch ist das traditionelle Herbstfest des Pensionärvereins der Rheinischen Kalksteinwerke nicht mehr. Aber eine "ganz wunderbare Gelegenheit, bei einer tollen Feier mit ehemaligen Kollegen zu plaudern", wie Hans-Peter Schelling sagte. Von Valeska von Dolega

"Es ist einfach schön, alte Freunde wiederzusehen", fügte der 1. Vorsitzende hinzu und sprach damit aus, was wohl alle Ex-Kalkwerker über die Veranstaltung dachten.

"Achten Sie auf die Dinge, die wichtig sind. Setzen Sie Prioritäten", sagte Schelling in seiner Begrüßungsrede. Denn dem biologischen Alter geschuldet nimmt die Mitgliedzahl des Pensionärvereins ab. "Vor zehn Jahren waren wir noch 600", jetzt sind es 263.

85 davon begannen den Nachmittag mit Kaffee und Kuchen und schunkelten später zufrieden zu Melodien wie "Rot sind die Rosen" oder "La Paloma" mit. "Ich spiele weniger Lieder zum Tanzen als zum Zuhören", sagte Akkordeonspieler Lothar Meunier. "Die Leute sind ja hier, um sich miteinander zu unterhalten." Deshalb zog er mit seiner Quetschkommode durch die Reihen und erfüllte einzelne Musikwünsche, die aus der Veranstaltung machten, was "bunter Abend" genannt wird. "Wir verbringen hier immer glückliche Stunden", lautete das zufriedene Fazit.

Vor allem wurde in Erinnerungen geschwelgt. Nicht nur, dass man vor wenigen Jahren noch im wesentlich größeren Kreis feierte. "Da waren wir im Paul-Ludowigs-Haus. Das ist inzwischen viel zu groß für uns geworden", weshalb die Kleine Schweiz sich als Austragungsort etabliert hat. Früher, erinnerte Hans-Peter Schelling, selbst als junger Uni-Absolvent ins Unternehmen eingestiegen und dort bis zur Pensionierung 33 Jahre geblieben, früher feierten bei solchen Gelegenheiten auch Mitglieder der Geschäftsführung mit.

"Wie in anderen Unternehmen auch, hat sich das alles sehr verändert", blickte er mit ein bisschen Wehmut zurück. Aber nur für einen Moment, denn die Fröhlichkeit aller Beteiligten war ansteckend, die Stimmung gut und mit Auftritten des MGV Sängerkreis sowie der "Kalkstädter" eine runde Sache. Und wie es gute Tradition ist, gab es auch wieder eine Tombola. Hauptpreis war das von Mitglied Karl Pardurschel gefertigte Vogelhäuschen.

Quelle: RP
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