| 00.00 Uhr

Wülfrath
Ritter Rost und sein Geist reißen das Publikum mit

Wülfrath. Das Theater Minestrone feierte mit seiner Premiere einen umjubelten Erfolg.

Die Premiere war ein voller Erfolg. "Zugabe, Zugabe", riefen die Zuschauer im Chor, als sich die Schauspieler vom Theater Minestrone vor ihnen verbeugten. Die Darsteller ließen sich nicht lange bitten und sangen noch einmal das Lied vom Gespenst. Das Publikum klatschte im Rhythmus mit und applaudierte anschließend begeistert. "Ritter Rost war der Beste, weil er das Turnier gewonnen hat", lobte Simon die Hauptfigur des Kindermusicals in der Kathedrale und die Augen des Fünfjährigen leuchteten. Für die Familie hat sich die lange Anreise gelohnt. "Wir sind extra aus Wipperfürth hierher gekommen, um das Stück zu sehen und es hat uns wirklich sehr gut gefallen", sagte Susanne Wehn. Die liebevolle Inszenierung hat sie besonders überzeugt. "Die Schauspieler haben das wirklich schön rübergebracht und es ist toll, dass die Musik live gespielt und gesungen war und eben nicht vom Band kam."

Die Gesangspassagen haben Nadine Schuimer in ihrer Rolle als Burgfräulein Bö besonders viel Spaß gemacht. "Da ich ohnehin gerne singe, war das nicht so schwierig. Es ist eine Gelegenheit, so richtig aus sich herauszugehen und daher wünsche ich mir noch mehr davon." Für das Laienensemble war Ritter Rost und das Gespenst die zweite Beschäftigung mit dem alles andere als heldenhaften Burgbesitzer und seinem schrägen Hofstaat. "Beim ersten Mal war die Resonanz bereits so groß, dass wir unbedingt noch einmal ein Kinderstück machen wollten. Die Kleinen kennen die Figuren und auch die meisten Lieder und es ist wunderbar, wenn sie sich so mitreißen lassen", sagte Uwe Benz, der in seiner Rolle als König Bleifuß aufging.

Anna hat sogar ein bisschen mitgesungen. "Bisher kannte ich nur die DVD mit den Liedern, doch die Geschichte war auch sehr schön. Am besten war die Stelle, wo sie die Party gefeiert haben", sagte die Siebenjährige. "Das Lied mit dem eins, zwei, drei fand ich ganz toll. Und der Koks war so lustig, vor allem als er die Treppe herunter gerutscht ist", betonte Lia (6).

Den grünen Hausdrachen hat Sandra Leidig mit Leidenschaft verkörpert. "Das war ein Riesenspaß. Endlich konnte ich mal das tun, was man sonst nicht darf und einfach mal rotzfrech sein", berichtete die Schauspielerin begeistert. Ihre eigenen Kinder hatten ihr Ritter Rost und seine skurrilen Erlebnisse nahe gebracht. "Da Musik und Text so unmittelbar aufeinander folgen, nimmt einen die Geschichte sofort mit." Das Rendezvous zwischen Drachen und Gespenst hat Luma (8) besonders beeindruckt. "Das kannte ich bisher nur von der CD."

Mit viel Aufwand und Liebe zum Detail hatte das Ensemble die Kostüme gestaltet und ein eindrucksvolles Bühnenbild geschaffen. "Es ist alles handgemacht", versicherte Uwe Bentz, der in seinem Königskorsett erheblich ins Schwitzen kam. "Dabei habe ich extra Lüftungen eingebaut, trotzdem war es warm." Die arbeitsintensiven Vorbereitungen hätten sich aber gelohnt. "Vor der Premiere schon zweimal ausverkauft zu sein, ist einfach perfekt."

(domi)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Wülfrath: Ritter Rost und sein Geist reißen das Publikum mit


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.