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Wülfrath
Sekundarschule braucht mehr Lehrer

Wülfrath: Sekundarschule braucht mehr Lehrer
Die Sekundarschule an der Bergstraße befindet sich im Aufbau, zugleich läuft die Theodor-Heuss-Realschule in dem Unterrichtsgebäude aus. FOTO: Achim Blazy
Wülfrath. Der Stadtrat setzt darauf, dass Düsseldorf die erforderlichen Stellen wegen der zusätzlichen Klasse schafft. Von Günter Tewes

Es ist eine Entscheidung im Sinne der Wülfrather Kinder und Eltern. Darauf weist Bürgermeisterin Claudia Panke ausdrücklich hin. In deren Interesse sei die Stadt bereit, an der Sekundarschule eine Überhangklasse einzurichten - für die von der Bezirksregierung zugewiesenen Schüler. Diese Position der Kalkstadt bekräftige Panke im Großen Sitzungssaal des Rathauses. Der Stadtrat folgte dem geschlossen und setzte damit ein Signal in Richtung Bezirksregierung.

Die eigentlich auf drei Eingangsklassen begrenzte Schule am Berg wächst und bildet eine zusätzliche, vierte Klasse zum kommenden Schuljahr, um alle 15 Kinder aus Wülfrath, die die Erprobungsstufe am Gymnasium (5. und 6. Klasse) nicht schaffen, aufnehmen zu können. Schüler und Eltern müssten Sicherheit haben, damit sie beruhigt in die Ferien gehen könnten, betonte die Bürgermeisterin in der jüngsten Sitzung des Stadtrates. Wülfrath ist mit der zermürbenden Debatte der vergangenen Wochen um die Bildung einer zusätzlichen Klasse kein Einzelfall; im Gegenteil: In Nachbarstädten sind Schulen ebenso voll belegt. Täglich hat die Sekundarschule Anfragen zu weiteren Aufnahmemöglichen erhalten. So soll die Schule am Berg auch fünf Kinder des Heiligenhauser Gymnasiums und vier der dortigen Realschule aufnehmen, wie die Bezirksregierung Düsseldorf entschieden und die Kalkstadt damit vor vollendete Tatsachen gestellt hatte.

Eine rechtliche Grundlage dafür sei aber nicht benannt worden, kritisierte Panke. Selbst der Wülfrather Stadtrat ist bei dem Verfahren im Prinzip außen vor. Eines politischen Beschlusses bedarf es nicht.

Als Protest gegen die Düsseldorfer Vorgehensweise sprach sich der Stadtrat für eine Resolution an die Landesregierung aus. Tenor: Es sei unmöglich, Schüler und Eltern erst so spät Gewissheit zu geben. Zudem müsste eine Schule wie die Wülfrather Sekundarschule mit einem Puffer ausgestattet sein, um den Schulformwechsel zu ermöglichen. Damit ist die Zahl der Lehrer gemeint.

"Wir haben die Erwartung, dass die Lehrerausstattung schnellstmöglich angepasst wird", erklärte Bürgermeisterin Panke. Mit der Überhangklasse würden nach ihren Worten 2,4 Lehrerstellen fehlen. "Wir haben 320 Kinder an der Schule, die sich derzeit noch im Aufbau befindet." Wülfraths Erwartung einer "entsprechenden Lehrerausstattung zur Gewährleistung eines qualitativen Unterrichts in der Überhangklasse" ist in Düsseldorf jedenfalls bereits angekommen. Die Stadt, so heißt es, könne davon ausgehen, dass die obere Schulaufsicht intensiv darum bemüht sei, "ihre" Schulen personell optimal zu versorgen.

Ob das zutrifft und neue Lehrer das Sekundarschul-Kollegium verstärken, dürfte sich nach den Sommerferien rasch zeigen.

Quelle: RP
 
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