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Wülfrath
So spart Wülfrath Heizkosten

Wülfrath: So spart Wülfrath Heizkosten
Evelyn Hillebrand (Verbraucherzentrale NRW), Energieberater Laszlo Letay und der stellvertretende Innungsobermeister Hans-Jakob Cremer zeigen den Wülfrathern, wie man mit Thermostaten viel Geld sparen kann. FOTO: Dietrich Janicki
Wülfrath. Verbraucherzentrale und Handwerksinnung werben für Thermostate und Energieeinsparungen in Haus und Wohnung. Von Uwe Reimann

Wer dreht, gewinnt: Alle, die ihre Heizungsthermostate zuhause den täglichen Bedürfnissen wie Nacht oder Niemand-im-Haus anpasst, kann jede Menge Energie sparen. "15 Prozent weniger Heizkosten können eingespart werden, wenn man die Temperatur jeden Tag genau regelt", sagt Laszlo Letay, Energieberater bei der Verbraucherzentrale. Hans-Jacob Cremer pflichtet dem bei, verweist aber auch auf die grundsätzlich richtige Einstellung der Heizungszentrale im Hauskeller. "Wenn Heizung und Leitungen richtig eingestellt sind, sind Einsparungen von noch mal 15 Prozent möglich", sagt der stellvertretende Innungsobermeister. Alles in allem sind bei optimaler Ausnutzung gut ein Viertel weniger Heizkosten möglich, sagen Letay und Cremer übereinstimmend. Die beiden standen gestern im Rathaus-Foyer den Bürgern Rede und Antwort. Am Abend schworen sie in zwei Vorträgen die Wülfrather auf das lohnende Ziel ein.

Dabei ist die Zusammenarbeit zwischen Verbraucherzentrale und Handwerksinnung auch nicht alltäglich. Jeder kümmert sich normalerweise engagiert und qualitativ um Kunden und Bürger. Dabei sind die Ziele oft gleich, also arbeiten sie beim Energiecheck zusammen. Evelyn Hillebrand (Verbraucherzentrale) setzt vor allem auf das richtige, vor allem moderne Thermostat an den Heizkörpern. "Wer nicht immer an den Thermostaten drehen will, kann sich elektronische einbauen lassen, die automatisch die Temperatur je nach Lebensweise der Bewohner regeln." Zwischen 10 und 70 Euro kosten solche kleinen Helfer, die sich aber langfristig bezahlt machen, sagt sie.

Hausbesitzer können das einfach umsetzen, Wohnungsmieter seien da schlechter dran. Dabei hätten die Mieter wegen der neuen Verordnungen ein Recht auf moderne, energiesparende Thermostate, sagt Cremer. Immerhin wohnen die meisten in Mietwohnungen, weiß Hillebrand. Nach Einschätzung Letays hätten gerade einmal zehn Prozent aller Wohnungen überhaupt elektronische Thermostate. "Man sollte den Vermieter auf den Wechsel von alten auf neue Thermostate aufmerksam machen und wenn er es nicht tut, einfach die Miete kürzen. das ist dann erlaubt", sagt Cremer.

Innungsobermeister Hans-Jacob Cremer ist seit mehr als 39 Jahren selbstständiger Sanitär- und Heizungsinstallateur mit eigenem Fachbetrieb. "Die Entwicklung hat viele moderne Möglichkeiten geschaffen, die Energie sparen."

Ob aber technische Errungenschaften wie eine Sprachsteuerung für Warmwasser oder Lichtschalter notwendig ist, müsse jeder selbst beantworten. Eine Regel sollte aber unbedingt beachtet werden, sagt Letay: "Räume sollten nie unter 16 bis 17 Grad heruntergekühlt sein. Dann drohe Schimmel. Eine dauerhafte Wärme ab dieser Grenze sei letztlich kostensparender als die Heizung beim Verlassen der Wohnung abzustellen und bei Rückkehr von auf 100 hochzufahren. Gute gedämmte Häuser speicherten heute ohnehin sehr viel Wärme.

Quelle: RP
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