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Wülfrath
Stadt bekommt einen neuen Kindergarten

Wülfrath: Stadt bekommt einen neuen Kindergarten
Robert Freitag, Geschäftsführer der Freien Aktiven Schule, will die Kita-Pläne zügig umsetzen. "Wir wären bereit, mit Beginn des Kindergartenjahres im August 2018 an den Start zu gehen." FOTO: Dietrich Janicki
Wülfrath. Eine Grund- und Gesamtschule betreibt die Freie Aktive Schule (FASW) bereits. Nun will sie auch eine eigene Kita hinzunehmen - und trifft mit dem Vorhaben auf reichlich Zuspruch bei Stadt und Politik. "Wir haben in Wülfrath deutlich zu wenig Plätze in Kitas." Von Günter Tewes

Udo Neumann, städtischer Jugendhilfeplaner, ist froh über den Vorstoß. Jugendhilfeausschuss-Mitglied Ursula Erdelen-Schäfer findet das Kita-Projekt der Schule indes "ganz logisch". Geschlossen signalisierten die Jugendpolitiker in der jüngsten Sitzung, diese als freier Träger der Jugendhilfe anzuerkennen.

Damit ist ein erster wichtiger Schritt zur neuen Kita getan. Der Kindergarten soll "Freie Aktive Kita Wülfrath" heißen und 40 Kinder in zwei Gruppen beherbergen, wie Geschäftsführer Robert Freitag erläuterte. "Wir stehen bereit und haben schon sehr viel Infrastruktur." In der Küche werden pro Unterrichtstag 300 Essen zubereitet. "Wir haben sieben Sozialpädagoginnen und Erzieherinnen angestellt, die im Krankheitsfall in einer Kita einsetzbar wären." Zudem verfügt die Schule über Hausmeister, Reinigungspersonal und eine Finanz- und Personalverwaltung.

"Wir wären bereit, mit Beginn des Kindergartenjahres im August 2018 an den Start zu gehen", sagt Freitag im Gespräch mit unserer Zeitung. Klar ist, dass die Kita nicht auf dem Schulgelände untergebracht werden kann. "Da ist kein Platz."

Möglicherweise entstehen sogar drei neue Kita-Gruppen. "Wir möchten dabei als inklusive Einrichtung auch Kinder mit Behinderung betreuen", schildert Geschäftsführer Freitag. Für die FASW wird die eigene Kita eine konsequente Erweiterung des pädagogischen Angebotes in Wülfrath. "Schon seit langem sehen wir die Notwendigkeit, mit unserem Ansatz Kinder und deren Eltern vor der Einschulung in die Grundschule zu erreichen." Wichtig ist dies aus Sicht des Geschäftsführers insofern, "weil viele sogenannte sensible Entwicklungsphasen für diese Erziehungsziele deutlich vor dem 6. Lebensjahr stattfinden." Grund- und Gesamtschule der FASW nutzen im Unterricht viele Ansätze der Montessori-Pädagogik. Das soll auch in der neuen Kita passieren. Außerdem sollen die Kinder regelmäßig Wälder und Umfeld erkunden können. "Allerdings möchten wir keinen reinen Waldkindergarten anbieten", erläutert Robert Freitag.

Quelle: RP
 
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