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Wülfrath
Stadt benötigt weitere Kindergarten-Gruppen

Wülfrath. Jugendamt legt Bedarfszahlen für Tagesbetreuung vor. Von Valeska von Dolega

Insgesamt 629 Kinder wollen im Kindergartenjahr 2016/17 die zehn Einrichtungen besuchen. So besagt es die vorläufige Bedarfsmeldung Tagesbetreuung für Kinder, wie das von Jugendamtschef Udo Neumann erstellte Papier offiziell heißt. Damit fallen insgesamt zwei Plätze mehr an als im Vorjahr. "Wir haben Bedarf an zusätzlichen Plätzen", kommentiert das Michaele Berster. "Nach derzeitigen Zahlen fehlen uns ein bis zwei Gruppen." Der Grund: Schon jetzt gibt es sogenannte Überhänge in Kitas und Gruppen. Aus diesem Grund soll der Bau einer neuen Kita beantragt werden. Sämtliche Einrichtungen von der Ellenbeek über Arche Noah, DRK, sowie den Häusern an der Chemnitzer-, Goethe- und Wilhelmstraße, in Rohdenhaus und am Düsseller Tor sowie der katholischen Einrichtung in Düssel sind bereit, "diese leichten Überhänge mitzutragen", heißt es seitens des Jugendamtes. Zumal, da es dafür neuerdings einen geldwerten Ausgleich gibt.

Aber: "Die Überbelegung soll kein Dauerzustand sein", sagte Michaele Berster. "Wir wissen um die Belastung von Erziehern." Bislang sei es immer gelungen, für alle Kinder eine Tagesbetreuung anzubieten. Im Mai wisse man dezidiert, ob die jetzt provisorisch aufgestellte Rechnung aufgeht.

Entlastung erhoffen sich die Mitarbeiter des Jugendamtes auch durch den Einsatz von Tagesmüttern. "Sie sind eine echte Alternative", sagt Berster. Über fünf verfügt die Stadt zurzeit, wie Gudola Kohn berichtet. "Das sind nicht so viele, wie wir uns wünschen." In der Akquise bliebe nichts unversucht, weitere Menschen für diese Aufgabe zu gewinnen. Im Moment sind zwei weitere Kandidatinnen in der Qualifizierung und ab August im Einsatz.

Das Thema Qualifizierung hat bei den Tagesmüttern einen hohen Stellenwert. Die Ausbildung, eine solche zu werden, umfasst etwa 300 Stunden, Praktika inklusive. Um für die Stadt bei allen den gleichen Qualitätsstandard zu erzielen, hat die Fachaufsicht Kindertagespflege in Abstimmung mit besagten Tagesmüttern ein Konzept erstellt. Von der Bedarfsmeldung der Eltern bis zur Platzvergabe ist in diesem 15 Kapitel umfassenden Dokument alles schriftlich fixiert, was die Beteiligten für ihre Arbeit wissen müssen. Vor allem die aktuellen Anforderungen des Gesetzes zur frühen Bildung und Förderung von Kindern, kurz Kibiz, wurden berücksichtigt..

Quelle: RP
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