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Wülfrath
Stadt sucht weiteren Flüchtlingsberater

Wülfrath. Sinkende Flüchtlingszahlen geben den Städten Zeit, Aufnahmeprozeduren zu ordnen. Die Verschnaufpause nutzen Stadt und Sozialamtsleiter Mike Flohr auch dafür, sich für neue Aufgaben zu wappnen. Auf der stadteigenen Homepage ist der Posten für einen weiteren Mitarbeiter in der Flüchtlingsberatung ausgeschrieben.

Für "ab sofort und zunächst für zwei Jahre befristet" wird im Ressort Flüchtlingsberatung ein Diplom-Sozialarbeiter gesucht, ist dort zu lesen. Damit soll die sozialen Betreuung, bei der sich bereits Jessica Duschke-Wichelhaus und Reiner Schmidt zu zweit eine Flüchtlingsberater-Stelle teilen, erweitert werden. Denn nur so können Betreuung und Integration, die "elementaren Teile der Arbeit", wie Sozialdezernentin Michaele Berster im Ausschuss für Soziales sagte, erfolgen.

Überaus emotional wurde die Einrichtung dieser Stelle in der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause debattiert. "Aufstockung Stellenanteil der sozialen Betreuung Asylsuchender", hieß der Tagesordnungspunkt. In etwa drei Monaten wird die Zuweisung weiterer 150 Flüchtlinge erwartet. Diese halbe Stelle, betonte Bürgermeisterin Claudia Panke, ist gegenfinanziert. Bislang liegt der Betreuungsschlüssel bei eins zu 120, ergänzte Michaele Berster. Also eine Stelle kümmert sich um 120 zu Betreuende, was rein rechnerisch eine Stunde sozialer Betreuung pro Flüchtling im Monat bedeutet.

19,5 Stunden pro Woche ist der neue Sozialarbeiter im Einsatz. In der Zeit sollen neben der Erstberatung zum Beispiel "Ziel- und bedarfsgerechte Beratung zur weitergehenden Orientierung" erfolgen.

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