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Wülfrath
Süßer die Sternsinger nie klingen

Wülfrath. Als Heilige Könige kostümiert, brachten gestern Kinder als Sternsinger Segen ins Rathausfoyer und sammelten für den guten Zweck. Von Valeska von Dolega

"Ich singe sehr gerne", und mal einen Tag als König durch die Stadt zu ziehen, macht Ricco (9) auch "großen Spaß". Nur, dass seine entsprechende Königskrone fast über die Ohren rutschte "nervt. Aber vergangenes Jahr hatte ich noch eine Mütze gegen die Kälte drunter gezogen. Nun ist das Ding zu weit." "Stern über Bethlehem" konnte er trotzdem schmettern, zusammen mit stimmgewaltigen Kindern wie Mia, Rieke und Philip (alle 10), ebenfalls mit Königswürden ausgestattet, hatten sich die Sternsinger dazu unter der Leitung von der katholischen Gemeindereferentin Ulrike Platzhoff im Foyer des Rathauses versammelt.

"Christus Segen für Sie alle", riefen die Sänger - übrigens verschiedener Konfessionen als ökumenische Gesangsgruppe - zum Abschluss ihrer Darbietung Richtung Bürgermeisterin Claudia Panke und allen Mitarbeitern und Besuchern.

Außerdem bekam die Bürgermeisterin von Heinz-Otto Langel, dem in diesem Herbst scheidenden Pfarrer von St. Maximin, das quasi druckfrische Buch "Kirchengeschichten" geschenkt. "Normalerweise bringen die Heiligen Drei Könige Myrrhe, Gold und Weihrauch. Aber ich wusste nicht, ob jeder hier katholisches Hasch verträgt", witzelte der Pastor vergnügt bei der Buchgeschenkübergabe. Das Bilderbuch, das über Kirchen Wülfraths und Wuppertals in reich bebilderter Weise informiert, ist übrigens für 10 Euro in den Kirchengemeinden zu kaufen. Sein Erlös fließt in die Pastoralstiftung.

Wie bei dem Drei-Königstermin üblich, wurde aber nicht nur voller Freude gesungen und gegeben, es wurde ebenso mit einer golden glänzenden Sparbüchse gesammelt. Schließlich sind es in dieser Saison gleich drei Projekte, die zu gleichen Teilen bedacht werden sollen, wie die Gemeindereferentin erzählte. Eine möglichst hohe Summe soll zusammengesungen werden, um die Erweiterung der Förderschule Pratheeksha Bhavan in Indien realisieren zu können, außerdem soll weiterhin die Patenschaft mit der Kenya Evangelical Lutherian Church (KELC) für ein Straßenkinderprojekt im kenianischen Nairobi unterstützt werden. Und über eine Karola Brueker, eine Freundin der Gemeindereferentin, die als Missionarin nach Argentinien gegangen ist, wurde Ulrike Platzhoff auf die Arbeit der Diözese Anatuya aufmerksam. Dort soll ein Basisgesundheitsdienst unterstützt werden. Damit ordentlich Geld zusammen kommt, sammeln die Sternsinger am Wochenende weiter.

Quelle: RP
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