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Wülfrath
Viel Spektakuläres beim zwölften Spektakel

Wülfrath: Viel Spektakuläres beim zwölften Spektakel
Die Cover-Rocker der Band "Riff" begeisterte das Publikum beim Schlupkothener Spektakel. FOTO: Dietrich Janicki
Wülfrath. Musik, Kunst und gute Laune beim großen Familientreffen in Schlupkothen. Organisator Bernd Kicinski war zufrieden. Von Lars Mader

Den besten Platz sicherte sich Mike Garbe an der "Kulturkathedralenpforte". Der Düsseler Maler war vom Festorganisator Bernd Kicinski eingeladen worden, auf der musiklastigen zwölfte Ausgabe des Schlupkothener Spektakels die bildende Kunst zu repräsentieren: "Er kam einfach in meine Galerie an der Goethestraße und fragte, ob ich Lust habe, auszustellen." Der in Leipzig geborene Harley Davidson-Fahrer ist leidenschaftlicher Verfechter der Mal- und Lebenstugenden Geduld und Ausdauer. Er nahm die Gelegenheit, in Schlupkothen mit dem Publikum über seine Werke ins Gespräch zu kommen, gerne war und predigte: "Kunst ist schon was sehr, sehr Schönes." Das kulinarische Angebot des Spektakels betitelte er als "Spektakulär!", nachdem er ein Stück Schokoraspelkuchen probiert hatte. Im Kultur-Team des gastgebenden Kommunikations-Centers hatte man backeifrig sagenhafte vierzig Kuchen gefertigt. Seit zweieinhalb Jahren mischt, inspiriert durch eine Arbeitskollegin, die Vohwinkelerin Renate Brand ehrenamtlich mit. Dieses Mal steuerte sie ein Blech Kirschschmandkuchen bei. Derweil richteten die Musikfreunde Wülfrath samt zahlreichen Gastmusikern das beschwörende Lied "Hallelujah" von Leonard Cohen von der Bühne in den wolkenbehangenen Himmel "Für das erste Mal war das wunderbar.", versuchte Dirigent Stephan Lux die fast hundert Musiker zu bändigen: "Da scheint etwas zusammenzuwachsen." Ein Projektchor aus Mitgliedern der hiesigen Sangesgruppen hatte außerdem das Seemannsgarn "Wir lagen vor Madagaskar" einstudiert. Zur Verstärkung war zudem das befreundete Orchester der Eersten Hoekser Accordeon Vereinigung aus Hoek van Holland angereist. Diese Großformation tritt erneut gemeinsam in anderthalb Wochen beim Sommerfest der Wülfrather Partnerstadt Ware auf.

Mit breitem Lächeln wirbelte Lenker Kicinski, in spektakelgelben Pullover gekleidet weithin sichtbar, durch die Besucherreihen: "Ja, ich bin zufrieden. Am heutigen Samstag noch mehr als am Freitag, wo wir durchwachsenes Wetter hatten, obwohl die Stimmung da schon spitze war." Nach der Veranstaltung im letzten Jahr verhagelte ein Verlust von tausenden Euro den Budgetplan.

In diesem Jahr feierten zwei von insgesamt sechs Bands ihre Spektakel-Premiere. Die Coverrocker von "Riff" haben auf dem Gelände des Kommunikations-Centers vor einem Jahr ihren Probenraum bezogen und spielten somit praktisch in ihrem Vorgarten auf. Aus Wuppertal brachten die sechs Beatbuddies von "The Speeds" gepflegten Rock ´n´ Roll mit; alles gespielt auf dem in bester Musikersolidarität bereitgestellten Schlagzeug. Den knallenden Schlusspunkt setzten die Lokalhelden "In Vain".

Quelle: RP
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