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Wülfrath
Weniger Müllsäcke, immer mehr Tonnen

Wülfrath. Die Kampagne zum Abbau der Restmüllsäcke ist erfolgreich. Fast 80 Umsteiger buchen bereits Tonne statt Sack. Von Uwe Reimann

Abfallberaterin Ulrike Eberle ist froh. Nicht nur, dass die neue vom Rat beauftragte Kampagne zur Umstellung von Sack auf Tonne angelaufen ist und 2018 spätestens geschafft sein soll. "Die Restmülltonnen-Kampagne ist sehr erfolgreich", sagt Eberle über die positive Reaktion zahlreicher Grundstückseigentümer in der städtischen Abfallberatung. Vor drei Wochen hatte das Steueramt die Müllsackgutscheine an alle Wohnungs- und Hauseigentümer versandt. In den Briefumschlägen befand sich auch ein Flyer mit Werbung für die Tonne. Unter dem Slogan "Vergiss den Alten Sack. Ich bin die Neue" wird die komfortable und hygienische Tonne angeboten. "Kaum war der Brief verschickt, meldeten sich auch schon die ersten Eigentümer bei der Abfallberatung", so Eberle. In den ersten drei Wochen haben sich bereits fast 80 Wohnungs- beziehungsweise Ein- und Mehrfamilienhausbesitzer gemeldet, die den Umstieg wollen. Bei der nachträglichen Müllsackausgabe gestern Vormittag konnte Eberle bereits viele neue Tonnenverträge unterschreiben. Dort können sich die Interessenten auch die neuen Tonnenmuster anschauen.

Viele "Bewerber" fragen nach den Tonnengrößen und den Gebühren, nach geeigneten Standplätzen und ob die kleinen, wendigen Tonnen auch in Garagen aufgestellt werden dürfen. Antwort: Das ist möglich, solange das Gebäude als Garage weiter genutzt werden kann. "Die Abfallberatung steht selbstverständlich allen Eigentümern und interessierten Mietern mit Rat zur Seite. Bei allen Fragen rund um die Abfallbehälter helfen wir gerne weiter", verspricht Eberle.

Die Resonanz in den vergangenen drei Wochen war hervorragend. Die fast 80 Hauseigentümer, die ihre Gutscheine für die Restmüllsäcke zurückgaben, bestellten direkt zum 1. Januar für ihre Wohnobjekte die neuen Restmülltonnen.

Der Rat hat unmissverständlich formuliert, zum 1. April 2018 stadtweit auf Tonnen umzustellen, Bis dahin will die Abfallberatung weiter die Wülfrather von den Vorteilen der Restmülltonnen überzeugen. Der Stadt ist das wichtig: Sie führt keine eigene Müllabfuhr durch, vielmehr wird wieder eine Firma mit der Abfallentsorgung beauftragt. Die Stadt sieht sich aber ebenso in der Pflicht, die arbeitsschutzrechtlichen Bestimmungen zu beachten. Durch das Heben, Tragen und Einwerfen der Müllsäcke in das Müllfahrzeug sind die Mülllader nicht zumutbaren gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt. Mülltonnen hingegen sind leicht zu rollen, hygienisch und entlasten die Mülllader deutlich.

"In den nächsten Tagen senden wir die Aufstelllisten für Tonnen ab dem 1. Januar an die Awista. Mit der Auslieferung der schwarzen Tonnen wird in diesen Tagen begonnen", sagt Eberle. Die Eigentümer können zu jedem Quartal des Jahres ihre Abfallausstattungen ändern. Die nächste Umstellung ist dann zum 1. April 2016 möglich. Die Verwaltung nimmt dann natürlich anteilig Müllsäcke zurück und verrechnet diese.

Es ist geplant, die Abfallberatung im nächsten Jahr personell zu verstärken, damit intensiv zur Umstellung auf Mülltonnen, zu Tonnenstandplätzen, Gemeinschaftstonnen, Gestaltungsmöglichkeiten auf dem Grundstück beraten werden kann.

Bleibt nur das "Problem GWG": Die städtische Tochter verwaltet mehr als 900 Wohnungen in Wülfrath, setzt aber bisher auf die Müllsäcke. Da wird auch einiges an Überzeugungsarbeit bei der GWG nötig sein.

Quelle: RP
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