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Wülfrath
Wenn Schüler ihre eigene Kunst machen

Wülfrath: Wenn Schüler ihre eigene Kunst machen
Lars Haake zeigte in der Kulturkirche Computer-Grafik. Er möchte damit eine Abstraktion der Natur darstellen. FOTO: Dietrich Janicki
Wülfrath. Schüler des Gymnasiums haben in einem Projektkurs eigene Kunstausstellungen konzipiert und präsentiert. Von Kira Alex

Der Kunst-Projektkurs der 12. Jahrgangsstufe des Städtischen Gymnasiums hat sich etwas besonders Kreatives einfallen lassen. Unter dem Motto "Ausstellungen" haben 14 Oberstufenschüler Ideen entwickelt und ihre Ergebnisse selbst organisierten Kunstausstellungen präsentiert. So konnten die Besucher den ganzen Tag an verschiedenen Standorten in Wülfrath thematisch unterschiedliche Ausstellungen besuchen.

Rebecca hat eine Ausstellung mit Porträt-Fotografien konzipiert, die "die Schattenseiten des Erwachsenwerdens darstellen sollen, die jeder von uns gerade durchlebt oder schon durchlebt hat", erklärt die junge Schülerin. "Schattenseiten" - so lautet auch der Name ihrer Ausstellung. Die Besucher konnten mit Taschenlampen durch den völlig abgedunkelten Ausstellungsraum laufen und die Fotografien betrachten, die durch den starken Kontrast von Hell und Dunkel auffallen. Den Kindergarten "Düsseler Tor" wählte Rebecca als Ausstellungsort, da sie selbst vor einigen Jahren dort hingegangen ist und er sie an eine schöne Zeit erinnert. Auf den Fotografien sind wichtige Leute aus ihrem Leben zu sehen - unter anderem ihre Schwester oder einer ihrer Kindergartenfreunde David.

Auch David war Teil des Projektkurses und hat eine eigene Ausstellung entwickelt -- ebenfalls im Kindergarten. Er stellte Porträtzeichnungen im Hundertwasser-Turm aus, die so aufgestellt wurden, dass es so aussieht, als würden sie sich gegenseitig angucken. Neben eines Porträts seines Bruders, ist auch ein Porträt zu sehen, das den Künstler Hundertwasser zeigt. Die Arbeiten des Künstlers seien eine maßgebende Inspiration in seinem Leben-

Im Kindergarten Düsseler Tor mussten sich (v.l.) Organisatorin Rebecca, Cara, Alex und Klaudia nur mit Taschenlampenlicht im Dunkeln zurechtfinden. FOTO: Janicki Dietrich

Ein anderes Konzept hat sich Lars überlegt - er hat Bilder am Computer zum Thema "Natur" erstellt. Der Schüler arbeitet privat gerne am PC und kennt sich mit den jeweiligen Programmen sehr gut aus, von daher war es für ihn sehr schnell klar, dass er für seine Ausstellung in den Bereich der digitalen Gestaltung gehen will. "Polygo Nature" hat er seine Bilderausstellung genannt. Er möchte damit eine Abstraktion der Natur darstellen, erklärt er. An manchen Bildern hat er bis zu einer Woche gearbeitet. Bewertet werden die Schüler nicht nur anhand des Endergebnisses - sprich der Ausstellung - sondern auch anhand eines Prozessberichtes, der die Arbeitsschritte dokumentiert.

Auch wenn die Jugendlichen die Ausstellung für die Schule entwickeln mussten, so waren sie am Tag der Präsentation doch mächtig stolz auf das Endergebnis, in das sie sehr viel Arbeit, Zeit und Fleiß gesteckt haben.

Quelle: RP
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