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Wülfrath
Willer und HonigMut überzeugen

Wülfrath. Es war ein langer Abend am WüRG-Haus. Schon eine Stunde vor Beginn des Konzerts um 20.30 Uhr trafen sich die Wülfrather vor dem Eingang, um ein wenig "vorzuglühen". "Wir wollten einfach das gute Wetter ausnutzen", erklärt Kassenwart Marc Tuschy die späte Terminierung. Und die Gäste waren gut gelaunt.

Mit Thorsten Willer freuten sie sich auf ein Wülfrather Urgestein, dass es längst auf die großen Bühnen geschafft hat. Neben eigenen Konzerten in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der 34-Jährige auch schon mit so bekannten Namen wie Revolverheld, Jennifer Rostock oder Laith Al-Deen getourt.

An diesem Abend hatte Willer seine eigene Vorgruppe, oder seinen "Supporting act", wie es auf Neudeutsch heißt. Das Duo "HonigMut" hat sich erst vor einem Jahr gegründet und könnte ebenfalls eine große Karriere vor sich haben. Mit einem Mix aus Cover-Songs und eigenen Liedern in deutscher Sprache konnten sie jedenfalls das Willer-Publikum nicht nur bei der Stange halten, sondern zu begeisterten Pfiffen und Jubelrufen bewegen. Nach einem Beginn mit Songs von Damian Rice und Philip Poisel ging es nahtlos weiter mit Eigenkompositionen wie "Gefühle kommen und gehen" (flotter Deutsch-Pop) und "Da wo mein Herz schlägt". Letzteres durfte Sängerin Melina Fuhrmann vor einem Jahr für einen Imagefilm ihrer Heimatstadt Lüdenscheid schreiben.

Das sympathische Duo ist auch privat ein Paar und freute sich sehr, zum ersten Mal als Vorband eingeladen worden zu sein. "Da ist man schon ein bisschen nervöser als sonst" gestand Melina. Der Kontakt zur WüRG war über Marc Tuschy zustande gekommen, nachdem die beiden im Frühjahr an einem "Open Stage Festival" teilgenommen hatten. Als gegen 21.30 schließlich Willer mit seiner Band die Bühne betrat, war stimmungstechnisch alles vorbereitet. Thorsten, Mike und Lukas mussten eigentlich nur ernten, was HonigMut zuvor gesät hatten, doch sie legten mit Keyboard und Schlagzeug klangtechnisch noch einen drauf. Kraftvoll sang Thorsten Willer "Ich behalt' den Rückenwind" und bewarb mit dem Titelsong "Wovon unsere Lieder reden" auch gleich seine aktuelle CD. Vor 11 Uhr wollte bestimmt niemand nach Hause gehen.

(tpp)
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