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Wülfrath
Wohnen am Düsseler Tor - jetzt doch mit Tiefgarage?

Wülfrath. Für das geplante Neubauprojekt der GWG am Düsseler Tor kommt möglicherweise doch der Bau einer Tiefgarage in Frage. Ein Grundstück auf der gegenüberliegenden Straßenseite hat die Stadt schon im Blick. Dort sei das Gelände so beschaffen, dass dort eine Tiefgarage möglich ist. Von Oliver Wiegand

Sehr praktisch: Auf diesem Grundstück wird eh das neue Feuerwehrgerätehaus gebaut, damit die Wehr den dringend benötigten zweiten Standort in der Stadt hat. Obendrein gibt es noch eine ordentliche Prise Zucker für die GWG. Die CDU setzt sich dafür ein, dass die städtische Wohnungsbaugesellschaft noch ein zusätzliches Gebäude mit Wohnungen errichten darf. Damit sich die ganze Sache auch lohnt.

Das Planungsamt der Stadt und die Wohnungsbaugesellschaft haben jetzt in den Sommerferien Zeit, sich ausführlich darüber Gedanken zu machen. Im September möchte der Ausschuss für Stadtentwicklung noch einmal darüber beraten. Interessant wird vor allem die Frage, was eine Tiefgarage kosten wird. GWG-Geschäftsführer André Clasen hatte den Bau kategorisch abgelehnt. Man sei hier nicht in Düsseldorf-Oberkassel, wo man mehrere zehntausend Euro für eine Tiefgarage verlangen kann, sagte Clasen noch vor wenigen Wochen. Hintergrund: Auf dem rund 3100 Quadratmeter großen Grundstück am Düsseler Tor möchte das städtische Wohnungsbauunternehmen neun Eigentums- und 14 Mietwohnungen möchte errichten. Der Bedarf ist offenbar vorhanden, es gibt sogar schon eine Warteliste. Bislang hat die GWG die Parkplätze oberirdisch vorgesehen. Die Pläne sind fertig, es fehlt nur noch der Aufstellungsbeschluss. "Wir gehen aber davon aus, dass die Leute nicht viel Geld für eine Eigentumswohnung ausgeben und dann im Winter das Eis von den Autoscheiben kratzen", sagte Axel Effert (CDU) jetzt im Ausschuss für Stadtentwicklung. Auch die übrigen Politiker im Ausschuss sehen das ähnlich. Grundsätzlich wurde die Frage gestellt, warum die Stadt Wülfrath eigentlich keine Stellplatzsatzung hat, mit der man den Bauträgern eine Tiefgarage vorschreiben könnte. Bislang sind pro Wohnung lediglich 1,5 Stellplätze nachzuweisen. Man wisse aber doch bereits heute, dass es in Familien zwei oder mehr Autos gebe. Bürgermeisterin Claudia Panke bat in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung eindringlich darum, nun endlich zu einer Entscheidung zu kommen. Das gesamte Planungsamt der Stadt bestehe aus drei Mitarbeitern. Vor allem vor dem Hintergrund der anstehenden Unterbringung von Flüchtlingen müssen die Kapazitäten eingeteilt werden.

Ob die GWG auf das Angebot eingeht, ein zusätzliches Haus und eine Tiefgarage zu bauen, ist unklar. "Wir wollen ja, dass die Stadt auch Geld verdient", sagte Effert.

Quelle: RP
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