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Wülfrath.
Wülfrather organisieren Auswilderung in Botswana

Wülfrath.: Wülfrather organisieren Auswilderung in Botswana
Die Gnus sollen wieder in ihre angestammten Gebiete zurück kehren.
Wülfrath.. Die Naturschützer kümmern sich um die Antilopenpopulation im Central Kalahari Game Reserve Nationalpark. Von Sabine Maguire

Der SAVE Wildlife Conservation Fund Deutschland mit Sitz in Wülfrath und das Wildlife Department Botswana haben 400 Steifengnus und 100 Eland-Antilopen in die Freiheit des Central Kalahari Game Reserve Nationalparks (CKGR) in Botswana ausgewildert.

Dies ist die bisher größte Anzahl an Wildtieren, die auf einmal in die Freiheit des Tierreservats entlassen wurde. Die Wülfrather Naturschutzorganisation initiierte das Großprojekt und kaufte die Tiere der Grassland Safari Lodge ab, um sie im CKGR freizulassen. "Der Aktion ging eine lange Planungsphase voraus", blickt Dr. Maike Gorschlüter zurück, in dem die Auswilderung vorbereitet worden war. Ziel der Aktion war es, viele Paarhufer zurück in ihr natürliches Habitat zu führen. "Durch großflächige Viehzucht, fortschreitende Landnutzung und das Errichten von Zäunen wurde die Migration der Wildtiere in den letzten Jahrzehnten stark beeinträchtigt, wenn nicht gar ganz verhindert", weiß Maike Gorschlüter.

Das habe dazu geführt, dass die Antilopenpopulationen im CKGR stark dezimiert wurden. "Vor allem die Anzahl der Gnus im Reservat ist so drastisch zurückgegangen, dass sie sich schwer erholen kann", spricht die stellvertretende Stiftungsvorsitzende über die ebenfalls von SAVE initiierte, wissenschaftliche Studie. "Wir wollten die Tiere wieder in den angestammten Gebieten ansiedeln, um den Artbestand zu sichern", so die Biologin. Dafür mussten die Gnus von der Wildtierfarm eingefangen werden. Oft jedoch seien die Wildtiere auf den Farmen nur schwer zu finden. Sie schonend einzufangen und auszuwildern bedurfte des Einsatzes von Profis und Tiermedizinern und auch der Luftunterstützung eines Helikopters.

"Wir wollen weitere Auswilderungen organisieren, um den Fortbestand und das ökologische Gleichgewicht des CKGR aufrecht zu erhalten", spricht Maike Gorschlüter über zukünftige Projekte . Zudem ist ein Monitoring der bereits ausgewilderten Tiere geplant, um die Daten für künftige Auswilderungen nutzbar zu machen.

Quelle: RP
 
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