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Wülfrath
Zeittunnel erhält eine Mini-Modernisierung

Wülfrath: Zeittunnel erhält eine Mini-Modernisierung
Viele Familien aus der Region wie Familie Gregor aus Kirchellen (hier bei der Eröffnung im April) besuchen das Museum. FOTO: D. Janicki
Wülfrath. Die Ausstellung wird saniert und soll interaktive Technik bekommen - wenn's Geld reicht. Das Außengelände soll aufgepeppt werden. Von Uwe Reimann

Es ist ein Aufbruch - wenn auch ein kleiner, mühevoll geschafft und eigentlich auch erst der Anfang. Die Mehrheit im Kulturausschuss hat gegen die Stimmen der WG die Neukonzeption und Modernisierung des Museums bis zum Frühjahr beschlossen. Im April sollen dann alle Inhalte neu gebaut werden, dazu sollen möglichst viele moderne Interaktionsmöglichkeiten kommen - so viel, wie sich die Stadt mit ihrem Etat leisten kann.

Der Etat steht: 208.000 Euro hat die Stadt für den Umbau zur Verfügung, inklusive finanzieller Hilfen des Kreises und des Landschaftsverbands. Dazu kommen 118.000 Euro, die in den nächsten zehn Jahren jährlich für den Betrieb investiert werden.

Mit den 208.000 Euro wird Ausstellungsmacher Helmut Kessler arbeiten können. Die Ausstellung ist in großen Teilen marode, sagt er. Alle Tafeln müssen erneuert werden, die Gerüste und Träger müssen überprüft und gegebenenfalls repariert werden. Grundsanierung nennt man das, dafür wird nach Ansicht Kesslers ein Großteil des Geldes gebraucht werden. Der Rest soll in moderne Visualisierungen und Technik gesteckt werden.

Vorstellungen für clevere Attraktionen hat Zeittunnelchefin Andrea Gellert schon. Besucher sollen ab nächstes Jahr noch stärker eingebunden werden. QR-Codes, bei denen Gäste ihre eigenen Smartphones nutzen können, gibt es schon jetzt. Hörstationen, das laute Summen einer Libelle, Wärmeillusion durch eine Ferkelheizung: Manches soll erfüllbar werden, doch Kessler mahnte auch an, die weitere Attraktivierung in den nächsten Jahren fortzusetzen, damit der Zeittunnel der Marke gerecht werden kann. Stück für Stück sollen in den nächsten drei Jahren immer neue Inhalte und Möglichkeiten dazukommen, hofft die Ausschussvorsitzende Bettina Molitor (SPD).

Das ist aber auch davon abhängig, wie viel Sponsorengelder man noch akquirieren kann. Derzeit ist da Fehlanzeige. Da wird es schwer, weitere Verbesserungen zu stemmen, und wenn, dann gehe das erst später, sagte Wirtschaftsförderungschef Karsten Niemann.

Thomas May (Grüne) erinnerte daran, dass man am Außenplatz unbedingt etwas machen müsse. Lagerfeuer und Gewinnspiele für Kinder stellt er sich da vor. Man schaue, was machbar ist, sagten alle einhellig.

Der Fahrplan für die Modernisierung light steht jedenfalls: Am 27. September soll das Konzept im Rat beschlossen werden. CDU, SPD, Linke und Grüne stehen bereit. Ab Oktober wird der Abbau ausgeschrieben, im November wollen Kessler und sein Team den umsetzen. Im Dezember sollen alle neuen Aufträge vergeben werden. Im Januar sollen alle Tafeln und eventuell nötigen Gerüste produziert werden. Im März soll alles montiert werden. Klappt alles, stehe einer Eröffnung am 9. April nichts mehr im Wege.

Quelle: RP
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