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Wülfrath
Zeittunnel: Pläne stehen auf dem Prüfstand

Wülfrath. Reparatur, neue Ausstellung oder Luxus-Version: Bis Herbst soll die Politik entscheiden. Der CDU geht's zu langsam.

Der Zeittunnel, eine unendliche Geschichte. Sterben sollte er schon oft, im Sommer vergangenen Jahres dann sicherten CDU und SPD die langfristige Hilfe zu, mit dem das erdgeschichtliche Unternehmen langfristig überleben soll. Nur wie? LVR und der Kreis haben insgesamt 190.000 Euro zugesichert, um die Ausstellung umzubauen und attraktiver zu machen, denn. Der Zustand "der Röhre" und ihrer Ausstellungsstücke ist schlimm und "die Fakten sind erschreckend" "Da muss unbedingt was gemacht werden", sagt Helmut Kessler, der mit seiner Mülheimer Firma als Ausstellungsmacher den Zeittunnel umbauen soll. Im Kulturausschuss stellte er das Projekt vor.

Die sinkenden Besucherzahlen sollen wieder steigen, dazu müssten Ausstellungen immer wieder neu konzipiert werden und möglichst Neues bieten, sagte Kessler. Fakt ist: Derzeit wird geplant und Maßnahmen werden geprüft. Im Dezember soll dann ein Entwurfs- und Ausführungsplan stehen, der Anfang 2017 umgesetzt wird. Zur Eröffnung am 9. April 2017 soll dann ein neuer Zeittunnel öffnen. "Das steht fest", sagte Leiterin Andrea Gellert, deshalb plane und ermittle man derzeit die Kosten und die Inhalte für die Zukunft. Die Fördergeldzusagen des LVR ständen, könnten auch 2017 erst abgerufen werden, deshalb dränge keine Zeit, sagte Gellert. Die CDU murrt da kräftig. Sie will gerne festzurren, dass das Konzept im Herbst steht und dann der Förderantrag auch beim LVR direkt gestellt wird. Man habe Sorge, dass da Termine für die Fördermittel verpasst würden, sagte Andreas Seidler.

Vorher muss die Politik aber sagen, welche der von der Verwaltung und den Ausstellungsmachern von Kessler & Co entwickelten Varianten letztlich genommen und auch bezahlt werden soll:

Sparversion Variante 1 Sie ist die Sparversion: Es werden lediglich viele Teile der bestehenden Ausstellung saniert und erneuert, ohne dass eine inhaltliche oder grafische Überarbeitung stattfindet.

Variante 1 b Sie ist wie Variante 1 mit Eigenleistungen der Stadt bei der Demontage und Entsorgung.

Variante 2 Sie ist wie Variante 1 B, aber: Die Zeittunnelausstellung soll zusätzlich inhaltlich und grafisch völlig überarbeitet werden. Andere Aspekte wie die Kalk- und Industriegeschichte könnten berücksichtigt werden. Dazu kämen neue Aspekte, die den Besuchern neue Inhalte zeigen könnte.

Luxus-Version Variante 3 Wie 2, zusätzlich kämen neue Objekte und neue Inhalte dazu, die man mit allen technischen Möglichkeiten ausgestalten könnte.

Kosten der Varianten 158.300 Euro kostet die Sparversion 1. Variante 1B beträgt lediglich 142.500 Euro wegen der Eigenleistungen. Die Variante 2 ist für 163.800 Euro zu haben. Die Luxus-Version mit allem technischen Schnickschnack kostet etwa 295.000 Euro brutto - Ende nach oben offen.

Quelle: RP
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