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Xanten
100 kfd-Frauen radeln zu drei Türmen

Xanten: 100 kfd-Frauen radeln zu drei Türmen
In Menzelen-Ost ging es los: Rund 100 kfd-Frauen trafen sich rund um den Brunnen, um zu ihrer Turm-Tour aufzubrechen. Am Brunnen knieend und sitzend mit den orangefarbenen Westen: die Tourführerinnen. FOTO: Armin Fischer
Xanten. Die Tour der Katholischen Frauengemeinschaft im Dekanat Xanten in die Nachbarschaft stieß auf großes Interesse.

Sage und schreibe 100 Frauen nahmen an einer Drei-Türme-Fahrradtour der Katholischen Frauengemeinschaft (kfd) im Dekanat Xanten teil. Bei dieser stattlichen Anzahl ist wohl die wichtigste Nachricht, dass alle Frauen am Ende wohlbehalten zu Hause angekommen sind.

Nach der Drei-Heiligen-, der Drei-Brunnen- und Drei-Gärten-Fahrradtour wurden in diesem Jahr drei Türme angesteuert. Vor dem gemeinsamen Start konnten immer wieder kleine Frauengruppen, aus allen Himmelsrichtungen in Richtung Menzelen-Ost fahrend, gesichtet werden. Vom dortigen Marktplatz aus ging die Fahrt über Radwege querfeldein nach Büderich. Der ehemalige Trafo-Turm, übernommen vom Heimatverein Büderich- Gest, war das erste Ziel.

Peter Schmidt, Katharina Kemming und Hans Grabowski vom Vorstand begrüßten die launige Schar, die sich voller Vorfreude auf Kaffee und Kuchen schnell auf den bereitgestellten Bänken niederließ. Nach der Erfrischung fand auch der Turm selbst mit der Ausstellung über das nahe gelegene Kriegsgefangenenlager großes Interesse.

Kein Turm, aber doch ein Bauwerk, das den Blick 320 Meter hoch zum Himmel führt, ist der Sendemast in Perrich, das zweite Ziel der kilometerlangen Schlange von Radlerinnen. Dort machte Gertrud Sivalingam, die geistliche Leiterin im Dekanatsteam, das Angebot, doch mal eine Whatsapp-Gruppe mit Gott zu gründen. Der sei nämlich ohne Netz überall erreichbar. Mit diesem Impuls stiegen die Frauen wieder auf ihre Räder. "Hier steht ein Vermögen am Wegesrand", stellte eine Teilnehmerin fest. Tatsächlich nahm etwa die Hälfte der Frauen technische Unterstützung in Anspruch. E-Bikes in allen Variationen halfen bei Gegenwind und leichten Steigungen.

Weiter ging es zum Wallfahrtsort Ginderich. In der Wallfahrtskirche St. Mariä Himmelfahrt beschrieb Heinrich Henrichs, wie sehr dieser geistliche Ort die Menschen seit dem 11. Jahrhundert angezogen hat. Die Einladung zur Fortsetzung dieser Tradition nahmen die Frauen gerne mit.

Nach der Nahrung für den Geist war jetzt der Körper wieder an der Reihe. Im Bauernhofcafé Torenhof wartete das vorbestellte Abendessen und ein erfrischendes Bier.

Jetzt konnte das Dekanatsteam um Sprecherin Beate Hemmers aufatmen: Alles war gut gegangen. "Wir freuen uns aufs nächste Jahr!" Die herzlichen Dankesworte der Teilnehmerinnen ließen die letzten Kilometer bis nach Hause weniger beschwerlich erscheinen.

Quelle: RP
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