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Sonsbeck
150 Gäste bei Sonsbecker Schlemmertafel

Sonsbeck. Bunt und lecker: Genau so hatten es sich die Organisatoren ihre interkulturelle und ökumenische Schlemmertafel gewünscht. Ins Freie hatten sie sich zwar nicht getraut, aber da das neue Pfarrheim der katholischen Gemeinde erst in zwei Jahren steht, erwies sich das Kastell sich letztendlich doch ein guter Ausweichort.

Gertrud Sivalingam, Pastoralreferentin der katholische Kirchengemeinde St. Maria Magdalena, hat die Besucherreihen mal überschlagen: 150 Gäste hatten sich in Sonsbecks guter Stube eingefunden. Angesichts der an diesem Wochenende zahlreichen Parallelveranstaltungen und der Tatsache, dass die vom Hochwasser geschädigten Hausbesitzer noch genug zu tun hatten oder einfach mal ausruhen wollten, war das sicher eine gute Zahl. Richtig gefreut hat sich das Team der evangelischen und katholischen Gemeinde über die gut vier Dutzend Flüchtlinge, die sich an dem gemeinsamen Mahl beteiligten. "Da haben sich ganze Familien zusammengetan und gemeinsam in ihren Unterkünften gekocht", so Getrud Sivalingam. Und es schmeckte wirklich richtig gut: Falafel, Soßen, die es hierzulande so nicht gibt, Reisgerichte mit Hähnchen und Cashew-Kernen... Und ganz nebenher konnten die Meisterköche auch noch auf Deutsch erklären, was sie da gebrutzelt hatten. Vor einem halben Jahr mussten neben ein paar Brocken Englisch oft noch Hände und Füße zur Kommuniaktion herangezogen werden.

Gefüllte Blätterteigröllchen, Salate, selbst gebackene Brote und Kuchen, Salate, Obst, Kräuterbutter, Dips: Auch die heimische Buffetküche fand reißenden Absatz. Und das gut vier Stunden lang. Und dann teilweise auch im Freien. Auf dem Vorplatz war für die Kinder eine Hüpfburg aufgebaut. Bierzeltgarnituren kamen ebenfalls zum Einsatz. Schließlich brannte dann doch die Sonne. Allerdings zog es viele Gästen bald wieder in den Saal. Draußen war es dann doch fies schwül. Nach dem ersten Frühstück im Rahmen der Glaubenswoche "Gottesspuren" vor vier Jahren, als die Tafel tatsächlich von Pfarrhaus zu Pfarrhaus verlief, können sich die Organisatoren durchaus eine weitere Veranstaltung dieser Art vorstellen. "Mit diesem Kontakt zwischen den Gemeinden und den Neubürgern können wir immer wieder Zeichen setzen", so die Pastoralreferentin.

(hk)
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