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Xanten
Abgerissen: Das Nibelungenbad ist jetzt endgültig Geschichte

Xanten. Das Nibelungenbad ist endgültig Geschichte: Nichts erinnert mehr an das Spaßbad inklusive Wellenfreibecken, das 1982 eröffnet worden ist und in dem so viele Eltern mit ihren Kindern vergnügliche Stunden verbracht haben. Auch die Sauna ist weg.

"Der Abriss des Nibelungenbades ist vollständig abgeschlossen", verkündete die Gesellschaft Freizeitzentrum Xanten (FZX) am Freitag in einer Pressemitteilung. In den vergangenen 35 Wochen wurden letzte Fundamentblöcke des ehemaligen Freizeitbades abgerissen, transportbereit zerkleinert und weggefahren.

Das Gelände des ehemaligen Nibelungenbades bleibt kein Brachland bleiben, sondern soll bebaut werden. Die "Wohnbebauung Meerend/Strohweg" soll Platz für zwölf Doppelhaushälften, 13 Einfamilienhäuser und drei Mehrfamilienhäuser bieten. Außerdem bekommt die Freiwillige Feuerwehr Wardt dort, wo einst das Wellenfreibecken war, ihr neues Domizil. Und ein kleiner Teil des Baugebietes (direkt hinter der künftigen Feuerwehr) soll für die Gesellschaft Freizeitzentrum (FZX) freigehalten werden, die dort später eine Lagerhalle bauen will.

Die Zufahrt zur Wasserski-Anlage inklusive Parkplatz soll erhalten bleiben, genau wie die zehn hochgewachsenen Eichen. Ein Großteil der ehemals 80 Hochstämmer musste für das neue Baugebiet weichen. Die zehn, die man hat stehenlassen, sollen mit dem Baugrundstück an den neuen Eigentümer verkauft werden.

Damit die Fläche zur späteren Nutzung als Neubaufläche geeignet ist, wurde der Untergrund in einer Tiefe von bis zu zwei Metern Schicht für Schicht neu eingebaut und verdichtet. Im letzten Baufeld, in dem sich einst ein Saunagarten befand, wurden Holzkonstruktionen entfernt und der Boden eingeebnet.

Auf der Rückseite des geplanten Neubaugebietes in Richtung Strandbad wurde als neuer Abschluss ein Erdwall ausgeformt. "Damit sind nun alle vorhandenen Erdmassen zur Wiederherstellung und Gestaltung des Geländes eingebaut", heißt es in der Pressemitteilung des FZX weiter.

Technischer Dezernent Niklas Franke geht davon aus, dass der Bebauungsplan im Frühjahr 2018 rechtskräftig wird. Erst dann könnte der Hauptausschuss auch die Vergabekriterien und die genaue Anzahl der Grundstücke für Häuslebauer festlegen und beschließen, wie teuer der Quadratmeter Bauland im neuen Baugebiet "Meerend/Strohweg" wird.

Der Bodenrichtwert liegt laut Gutachterausschuss beim Kreis Wesel derzeit zwischen 90 und 105 Euro je Quadratmeter. Wegen der schönen Lage des Wohngebietes und dem hohen Freizeitwert werde die Stadt die Grundstücke aber nicht unter Wert verkaufen, so Niklas Franke weiter. Im Raum standen schon mal 130 Euro pro Quadratmeter.

(jas)
 
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