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Sonsbeck
Alte Wasserleitung aus Labbeck im Exil

Sonsbeck. Mit dem Anschluss Sonsbecks an die Römer-Lippe-Routen tun sich neue Chancen für den Tourismus auf. Klaus Dieter Klentze (FDP) hat ein Stück der römischen Wasserleistung aus Labbeck im Kant-Park in Duisburg entdeckt. Von Bernfried Paus

Nun ist es seit wenigen Wochen auch hochoffiziell: Die Römer-Lippe-Route zieht eine neue Schleife. Ab sofort ist auch "Die Grüne Perle" Sonsbeck Teil des beliebten Radwanderweges entlang der Lippe. Dies wurde auf der 8. Römer-Lippe-Konferenz im Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop einstimmig so beschlossen. Sonsbeck ist die 26. Kommune, die in die Kooperationsgemeinschaft aufgenommen wird (wir berichteten ausführlich).

Geplant ist, dass die neue, 30 Kilometer lange Themenschleife von der Tourist Information in Xanten (TIX) über die Höhen der Sonsbecker Schweiz bis nach Sonsbeck verläuft. Passend zu den Schwerpunkten der bei Radlern sehr beliebten Römer-Lippe-Route, die die Spuren der römischen Kultur und das Wassererlebnis am Fluss umfassen, widmet sich der Abstecher nach Sonsbeck der Tatsache, dass die römische Stadt "Ulpia Colonia Traiana" auf dem Gebiet des heutigen Xanten einst über römische Wasserleitungen aus den Sonsbecker Höhen versorgt wurde.

Die historischen Spuren sind an einigen Stellen wie auf dem Labbecker Dorfplatz noch sichtbar und eignen sich bestens zur Vermarktung der zwölften Schleife auf der insgesamt rund 250 Kilometer langen Römer-Lippe-Route zwischen Detmold und Sonsbeck.

Ein Pfund für die touristische Erschließung sei hier der inzwischen ausgebaute Alleenradweg auf der Trasse der Boxteler Bahn gen Xanten, war noch bei der jüngsten Sitzung des Fachausschusses gesagt worden, als der Entwurf für das Torismuskonzept für Sonsbeck vorgestellt wurde, mit dem die Gemeinde mehr Leute anlocken möchte. Da hatte Klaus Dieter Klentze, Sachkundiger Bürger für die FDP, auf einen Fund aufmerksam gemacht, den er vor einiger Zeit in Duisburg gemacht hatte. Da war er im Kant-Park in der Nähe des Lehmbruck-Museums auf zwei Teile der Wasserleitung der Römer gestoßen, durch die einst das Wasser von "Labbeck bei Xanten" zur Colonia Ulpia Traiana geflossen sei. Die Frage, wie die Teile nach Duisburg gelangt sind, konnte ihm in der Sitzung niemand beantworten.

Der Liberale schlug vor, dem auf den Grund zu gehen und die Teile der antiken Wasserleitung wieder dahin zu bringen, wo sie Mitte des zweiten Jahrhunderts n. Chr. von den alten Römern verlegt worden waren. Was könnte mehr Aufmerksamkeit bringen für die neue Schleife zwölf der Route als diese historische Rückholaktion.

Quelle: RP
 
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